In der Blockhütte ist die Einrichtung beschädigt, es wird viel Müll hinterlassen. FOTO: HSO
+
In der Blockhütte ist die Einrichtung beschädigt, es wird viel Müll hinterlassen. FOTO: HSO

Vandalismus an Teichanlage

  • vonHerbert Schott
    schließen

Feldatal-Groß-Felda(hso). Der Badeteich in der Trockenau in am Ortsrand ist idyllisch an einem landwirtschaftlichen Weges Richtung Stumpertenrod gelegen. Dieser Weg ist auch Grundlage einiger Wander- und Fernwanderwege sowie auch von ausgesuchten Radwanderwegen. Der herrlich gelegene Teich wird in letzter zeit nicht nur von Touristen aufgesucht, sondern offenbar auch von randalierenden Personen, die erhebliche Schäden hinterlassen. Dagegen will der Angelverein als Pächter nun vorgehen.

Anfang der 1960er Jahre wurde er von der damaligen Gemeinde Groß-Felda als Naherholungsanlage und als Badeteich angelegt. Gerade letzteres erwies sich in den Folgejahren nicht unbedingt als ein Glücksgriff, und so kam es, dass der Teich als Badegelegenheit nie im großen Maße genutzt wurde. Grund dafür war und ist sicherlich, dass der Teich ausschließlich durch den Trockenauer Bach, der von Stumpertenrod her fließt, mit Wasser gespeist wird, und durch Landeintrag optisch nicht unbedingt zum Baden einlädt.

Mit den Jahren wurde der Zufluss über das Jahr gesehen auch immer geringer, und heute ist es keine Seltenheit, dass der Trockenaubach im wahrsten Sinne des Wortes im Frühjahr und Sommer trocken liegt und so kein Frischwasser in den Teich fließt. Dennoch bliebt die Freizeitanlage über all die Jahre bis heute für Spaziergänger und Wanderer ein beliebter Anziehungspunkt und ein gerne besuchtes Fleckchen. Das soll auch weiterhin so bleiben.

Seit Sommer 1974 hat der damals neu gegründete Angelverein Feldatal die Erholungsanlage in der Trockenau zur Fischereinutzung gepachtet und betreibt seither dort seinen Angelsport. Als Pächter der Anlage hat sich der Angelverein gegenüber der Gemeinde verpflichtet die gesamte Anlage sauber zu halten, mindestens zweimal jährlich zu mähen und diese der Öffentlichkeit immer als Erholungsanlage zugänglich zu machen. So kann zum Beispiel das Gewässer zum Baden, im Winter eventuell auch zum Schlittschuhlaufen und auch mit Schlauchbooten befahren werden. In all den Jahren sorgen die Mitglieder des Angelvereins immer wieder dafür, dass dieses idyllische Plätzchen der gewünschte Anziehungspunkt für seine Besucher bleibt. So wurden unter anderem eine neue massive Schutzhütte in Blockbauweise, ein neuer Badesteg errichtet und auch die gesamte Teichanlage schon mehrmals vom Schlamm befreit.

Bedauerlicherweise verzeichnet der Verein in den letzten Wochen massive negative Vorkommnisse auf der Teichanlage, wie der Vorsitzende des AC Feldatal Manfred Scheid und andere Mitglieder des Vereins gegenüber der Presse berichten. Es sind in erster Linie Jugendliche aus den unterschiedlichsten Ortschaften rund um Groß-Felda, die sich dort oft unbemerkt treffen, um dort zu feiern und Trinkgelage abhalten. Das Schlimmste dabei ist, dass sie ihren Dreck und Müll dort hinterlassen und auch oft sich durch persönliche Ansprache nicht beeindrucken lassen.

Einen Grund für die folgenreichen Treffen sieht man im Verein in der durch "Corona" zugenommenen Freizeit und Perspektivlosigkeit der Jugendlichen (keine Schule, keine Veranstaltungen, keine Treffen in Jugendräumen etc.). So wurden die Holzwände der Schutzhütte mit Farbe und auch Sprüchen besprüht, aufgehängte Infotafeln zu heimischen Fischarten zerstört, der massive große Tisch angebrannt und ebenfalls beschmiert und sicherlich in einem großen Kraftakt ein Toilettenhäuschen in den Vorteich geworfen.

Scherben am Ufer

Schlimm ist auch die Mengen an Müll (Pizzakartons, Speiseschalen, Plastikbestecke, Grillschalen) und in diesem Zusammenhang besonders auch die vielen Getränkeflaschen aus Plastik und Glas. Häufig findet man auch zerbrochene Glasflaschen im Gras zum Badeteich, was natürlich auch gewisse Verletzungsgefahren in sich birgt.

Als Verein sehen die Verantwortlichen nun aktuell keine andere Möglichkeit als das Gelände permanent zu überwachen und mit Hinweisschildern auf die Missstände aufmerksam zu machen. Sollten Vereinsvertreter Personen antreffen, die sich danebenbenehmen, so werden wir von unserem Hausrecht Gebrauch machen und Zutrittsverbote aussprechen und gegebenenfalls auch schädigende Handlungen zur Anzeige bringen und den Ersatz für entstandene Schäden geltend machen, so die Meinung des Vorstandes.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare