Der erste Schneefall bringt Staus auf der Autobahn bei Alsfeld. FOTO: JOL
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Der erste Schneefall bringt Staus auf der Autobahn bei Alsfeld. FOTO: JOL

Unfälle und quer stehende Lastzüge

  • Joachim Legatis
    vonJoachim Legatis
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Vogelsbergkreis(pm). Mit dem Start in den Wintermonat Dezember kam es in Osthessen zum ersten Schneefall. Die Wetterprognose des Deutschen Wetterdienstes traf am späten Montagabend ein und die ersten Flocken fielen vom nächtlichen Himmel.

In kurzer Zeit waren die Fahrstreifen der Autobahnen leicht schneebedeckt und rutschig. Gegen 22 Uhr ereigneten sich bereits die ersten Verkehrsunfälle auf der A 5, obwohl die Autobahnmeisterei Alsfeld schon im Voraus mit mehreren Streufahrzeugen im Einsatz war, um die Fahrbahnen abzustreuen.

Einige Verkehrsteilnehmer unterschätzten jedoch die Gefahren der Wetterlage und ihre teilweise nicht angepasste Geschwindigkeit, sodass es zumeist bei Bremsungen aufgrund der Glätte zum Auffahren auf das vorausfahrende Fahrzeug kam. Die Verkehrsunfälle verliefen glücklicherweise glimpflich ab, und es blieb nach Angaben der Polizei bei Blechschäden - ohne schlimmere Folgen.

Es ereigneten sich in der Nacht sieben Verkehrsunfälle. Der entstandene Sachschaden wird auf etwa 70 000 Euro geschätzt. Alle Beteiligte blieben glücklicherweise unverletzt.

Lkw-Fahrer ignorieren Rundfunkdurchsage

Am Morgen kam es dann durch den anhaltenden Schneefall auf der A 5 im Bereich der Höhenlage rund um den Rimberg weiterhin zu Behinderungen durch liegengebliebene und/oder teilweise quer stehende Lastzüge.

Das gleiche Bild zeigt sich auch in den Steigungsbereichen der Autobahn 4 zwischen der Anschlussstelle Bad Hersfeld und dem Kirchheimer Dreieck. Auslöser war dort ein Lastzugfahrer, der einen bereits wegen Schneeglätte liegengebliebenen Lastzug auf dem rechten Fahrstreifen überholen wollte und dann selbst auf dem zweiten Fahrstreifen zum ungewollten Stillstand kam.

Der nachfolgende Schwerlastverkehr staute sich stundenlang ebenfalls auf und kam schließlich zum Erliegen. Die Räum- und Streufahrzeuge der Autobahnmeisterei Alsfeld sowie der Autobahnmeisterei Hönebach bearbeiteten insbesondere die Steigungs- und Gefällebereiche in den Höhenlagen.

Es war aber nicht immer ein Durchkommen für die Räumfahrzeuge, weil Lastwagen teilweise über alle Spuren gefahren und schließlich hängen geblieben waren. Auch deshalb hatte es den Vormittag über immer wieder Rundfunkdurchsagen gegeben, wonach es Fahrzeugen über 3,5 Tonnen untersagt ist, bei der Wetterlage von der rechten Fahrspur abzuweichen.

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