Weiterbau der A49

Umkehr erforderlich

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Es mag sein, dass sich manche im Recht fühlen. Die entsprechenden Partei-, Kreistags, Regionalversammlungs-, Landes und Bundesbeschlüsse sind gefasst. Das Bundesverwaltungsgericht hat den Bau der A49 zuletzt vor Kurzem abgesegnet. Problem ist nur, dass die o. g. Beschlüsse der Politiker auf der Grundlage des Denkens von vor dreißig Jahren gefasst wurden. Damals war der Klimawandel zwar wissenschaftlich schon lange bekannt, aber viele Politiker hatten das Wort noch nicht gehört. Vor 20 Jahren, als o. g. Beschlüsse gefasst wurden, beschäftigten sich Politiker eher mit der CDU-Spendenaffäre als mit dem Klimawandel. Apropos: Interessant ist dabei zu sehen, wer aus der Region unter den Spendern auftaucht. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. In der Zwischenzeit ist viel Wasser die Gleen hinabgeflossen, Acker-, Weide-, und Waldflächen trocknen. Deshalb sagt das Bundesverwaltungsgericht, der Bau der A 49 mit den damals vorgelegten Unterlagen wäre heute nicht mehr bewilligt worden. Die Bundesregierung sagt, dass bis 2023 den Waldbesitzern 800 Millionen Euro zur Bewältigung von Klimawaldschäden bereitgestellt werden. Statt lokale Konsequenzen zu ziehen, sollen für den Autobahnbau und für den Bau einer Containerumladestation weiter Flächen versiegelt und wichtige Wasservorkommen von denen 500 000 Menschen abhängig sind, beschädigt werden. Das ist ein Skandal. Ist das alles egal? Augen zu und durch? Ist das Brett vor dem Kopf so dick? Sind Politiker nicht Mann oder Frau genug, die heutige Realität zu erkennen und umzukehren? Mut zur Umkehr ist gefordert, die Umwelt und ihre Enkel werden es danken!

Gaby und Pedro Valdivielso,

Romrod

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