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Zum Einkauf einen Plausch

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Von: Jutta Schuett-Frank

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Wenn der »Fair-Verkaufswagen« in Bobenhausen anrollt, freuen sich Bobenhausener nicht nur über eine Möglichkeit zum Einkauf, sondern auch über ein Schwätzchen bei einer Tasse Kaffee. © Jutta Schuett-Frank

Ulrichstein-Bobenhausen (sf). Seit einiger Zeit wird Bobenhausen nicht nur regelmäßig von einem Bäckerwagen und einem Gemüsehändler angefahren. Auch der »Fair-Verkaufswagen« macht dort immer am zweiten Samstag im Monat am Dorfplatz Station, das nächste Mal also am kommende Samstag, 11. März.

Mit dem 10-Uhr-Glockenschlag von der Kirchturmsspitze fährt dann wieder Jonas Naumann, den mittlerweile schon viele im Dorf kennen, mit seinem Verkaufswagen vor. Dieser ist ein »Ableger« des »Fairkaufsladens« in Mücke-Nieder-Ohmen, der dort seit einiger Zeit in erster Linie unverpackte Waren anbietet, damit Verpackungsmüll einspart wird. So können unter anderem Mehl, Rosinen, Reis und anderes mehr dort und auch am mobilen Laden eingekauft werden.

Wenn der Fairkaufswagen vorgefahren ist, dann wird zunächst die Stromzufuhr gesichert und die Kaffeemaschine gestartet. Oftmals warten schon die Kunden. Denn es hat sich dort ein wenig von einer neuen Dorfkultur entwickelt. Man sucht wieder gern das echte Gespräch, die »Analog-App« lebt gewissermaßen wieder auf. Ortsvorsteher Karl Rudi informiert außerhalb des offiziellen Protokolls die Ortsbürger darüber, wenn es etwas Neues oder Interessantes gibt. Man tätigt seinen Einkauf, trinkt eine Tasse Kaffee und unterhält sich. Das macht laut Karl Rudi auch den besonderen Reiz aus, »dann treffe ich auch mal Leute, die ich sonst die ganze Woche über nicht sehe«. Auch Minustemperaturen halten die Bobenhausener in der Regel nicht vom Einkauf und einem Schwätzchen ab.

Der Ortsbeirat hat sich vor einiger Zeit dafür starkgemacht, dass der »Fair-Verkaufsladen« im Dorf Station macht. Einige der Kunden kaufen sonst in Nieder-Ohmen im stationären Laden ein, aber so hat man die Möglichkeit, einige Kilometer einzusparen und man kann bequem per pedes einige Einkäufe erledigen. Es ist seit nun einem halben Jahr ein Kommen und Gehen und meistens sind immer mindestens zehn Personen anwesend. »Wir finden es toll und hoffen darauf, dass das Angebot auch weiter gut angenommen wird«, so Ortsvorsteher Rudi.

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