Burgruine

Weiter Warten auf Sanierung der Ulrichsteiner Burgruine

  • schließen

Das Wahrzeichen bröckelt weiter. Seit zwei Jahren bietet sich nach einem Mauersturz an der Ulrichsteiner Burgruine ein trostloses Bild. Betreten verboten, es besteht Lebensgefahr.

Das Ulrichsteiner Wahrzeichen, die Burgruine auf dem Schlossberg, ist nun schon über zwei Jahren großflächig abgesperrt. Grund der Vorsichtsmaßnahme ist der Einsturz eines etwa 40 Quadratmeter großen Mauerteiles, das sich im März 2017 im nördlichen Bereich seitlich des Treppenaufgangs zum Schlossbergturm löste. Dadurch ist der Treppenaufgang selbst stark gefährdet und er wurde ebenso gesperrt wie der Bereich unterhalb der Mauer.

Da das Land Eigentümer der Liegenschaft Schlossberg ist, wurde der Einsturz umgehend von der Stadtverwaltung zuständigkeitshalber an den Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen Niederlassung Ost in Fulda gemeldet. Nach dem Einsturz wurde der Bereich als Erstmaßnahme von der Stadt gesperrt und es folgte von Seiten des Landes die Errichtung eines festen Bauzaunes als Absperrung.

Diese schützt inzwischen jedoch nicht mehr vor dem Betreten des Gefahrenbereiches, denn die Verbindungen zwischen den Absperrelementen fehlen teilweise beziehungsweise sind nur mit einem Stücken Draht gesichert. Außerdem sind die anfangs angebrachten Hinweis- und Gefahrenschilder entfernt worden. Das eingestürzte Mauerloch hat sich inzwischen vergrößert und die Mauerkrone ist abgestürzt. Die vorhandene Abdeckung mit Planen ist durch die Winterstürme total zerfetzt und bietet keinen Schutz gegen die Witterungseinflüsse. Ganz zu schweigen vom trostlosen Anblick, der sich den Betrachtern bietet.

"Unser Wahrzeichen ist wirklich kein schöner Anblick", ist von Bürgermeister Edwin Schneider bei einem Gespräch zu hören. Nach dem jetzt vorliegenden Zeitplan nach Auskunft des Objektleiters im Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen werde gerade die Ausführungsplanung und das Leistungsverzeichnis erstellt. Die Angebotsphase und die Submission sollen im Mai erfolgen, genauso wie die Angebotsprüfung und die Erstellung des Vergabevorschlages.

Danach sollen die Arbeiten von Mitte Juni bis Mitte August ausgeführt werden. Schneider, der auch im Vorstand des Burgvereins ist und Manfred Hofmann, Vorsitzender des Fördervereins, waren davon ausgegangen, dass die vorbereitenden Arbeiten bereits im Winterhalbjahr erfolgt sind, denn dann hätten im Frühjahr die Arbeiten beginnen können. Man ist nun sehr gespannt, ob Angebote von Firmen eingehen, die diese Arbeiten an Natursteinmauerwerken ausführen können und wollen. Ob sich das alles allerdings so in die Tat umsetzen lässt, wie es am Schreibtisch geplant wurde, werde sich in den nächsten Wochen zeigen.

"Die Stadt hat ihre Vorarbeiten bereits im Herbst letzten Jahres erledigt. Der Bauhof hat die gesamte Burgmauer von Bewuchs freigeschnitten, damit eine Begutachtung der Mauer möglich wurde", so Schneider.

Er betont weiter: "Ich hoffe sehr darauf, dass Besucher im Herbst dieses Jahres den 1906 errichteten Schlossbergturm wieder besteigen können, um die herrliche Aussicht von dort oben genießen zu können".

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare