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Wolf unterwegs

Kalb im Vogelsberg gerissen - War es ein Wolf?

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Auf einer Wiese bei Ulrichstein liegt ein totes Kalb, aus dem Hals wurde ein ganzes Stück herausgebissen. Schnell fällt der Verdacht auf einen Jungwolf, der in der Gegend beobachtet wurde.

Der Schreck bei der Landwirtsfamilie war groß. Am Dienstagnachmittag fand Anja Scharmann vom Ohmtalhof (Ulrichstein) bei der täglichen Kontroll- und Fütterungsfahrt zu ihrer Charolaisherde zwischen Ulrichstein und Stumpertenrod ein totes Kalb. Das Tier hatte ein große Bisswunde im Hals, dort war ein größeres Stück Fleisch herausgerissen worden.

Die Weide liegt in unmittelbarer Nähe des ehemaligen Kreisjugendzeltlagers Eckmannshain, wo in der vergangenen Zeit bereits Wolfssichtungen gemeldet wurden.

Riss Wolf Kalb? DNA-Ergebnisse stehen noch aus

Nach der amtlich bestätigten Wolfssichtung zwischen Ober-Seibertenrod und Bobenhausen geht die Halterin der 13 Tiere umfassen Charolaisherde davon aus, dass es sich bei dem toten Kalb um einen Wolfsriss handelt. Die Ergebnisse von DNA-Proben sollen nun zeigen, ob es sich wirklich um einen Wolf handelte, der das Tier gerissen hat. Das sechs Wochen alte Tier stand laut Halterin gut im Futter und war gesund.

Scharfe Kritik kommt vom Vorsitzenden des Kreisbauernverbands, Volker Lein. Das Land setze falsche Signale. Man könne in relativ dicht besiedelten Gegenden nicht beides haben: "Wo der Wolf gewollt ist, da stirbt die Weidetierhaltung".

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