VHC-Verein betreut Nisthilfen 184 Wanderer liefen 1760 km

Ulrichstein (au). Das Zollhaus besser gedämmt und eine positive Bilanz der Faschingsveranstaltung mit dem Sportverein - optimistische Töne prägten die Hauptversammlung des VHC-Zweigvereins Ulrichstein.

Ulrichstein (au). »Das erste Jahr hat Spaß gemacht, ich habe das Amt mit Freude bekleidet« so bilanzierte Rudolf Appel am Wochenende das vergangene Jahr als Vorsitzender des Vogelsberger Höhenclubs (VHC), Zweigverein Ulrichstein. In seinem Bericht zur Jahreshauptversammlung im Landgasthof »Groh« teilte er kürzlich mit, dass eines seiner Hauptanliegen, die Energiekosten im Vereinsheim, dem sogenannten Zollhaus, zu senken, begonnen wurde. Zuerst sei die Decken oben gereinigt und mit Dämmmaterial aufgefüllt worden. Danach habe man die Decke verschalt. Zahlen über die Einsparkosten habe man noch nicht, aber in den kalten Januar- und Februarwochen sei es merklich wärmer im Raum gewesen. In diesem Jahr soll nun noch die Decke von unten verschalt werden. Dazu bat Appel um eine bessere Beteiligung der Mitglieder als im Vorjahr. Die Stadt Ulrichstein, so war weiter zu hören, habe einen Zuschussantrag mit 200 Euro gewährt. Die Kosten bezifferte der Vorsitzende mit über 1000 Euro.

Zu den Veranstaltungen im vergangenen Jahr führte der VHC-Zweigvereinsvorsitzende aus, die Großveranstaltung »Fasching« in Zusammenarbeit mit dem Sportverein »Chattia« sehr gut gelaufen sei. Als fast einen »Reinfall« bezeichnete er das Zollhausfest im Juni, denn zum gleichen Zeitpunkt habe Ober-Seibertenrod ein »Dorffest« gefeiert. Zum Glück habe noch ein Bus mit Wanderern aus Aschaffenburg Station am Zollhaus gemacht, und man sei mit einem »blauen Auge« davon gekommen. Appel bedauerte, dass nach vielen Vorbereitungen die »Fahrt ins Blaue« mangels Beteiligung ausfallen musste. Ein voller Erfolg sei dann aber das Oktoberfest gewesen, meinte der Vorsitzende. Bei Weißwurst, Brezeln, Leberkäse und original Oktoberbierfest sei das Zollhaus fast aus allen Nähten geplatzt. Für den kommenden Weihnachtsmarkt müsse man sich Gedanken über ein verändertes Angebot machen, denn der Verkauf der Hausmacher Wurst im Vorjahr sei sehr schleppend gelaufen.

Naturschutzwart Dr. Dietmar von dem Borne führte aus, dass der Zweigverein Ulrichstein 75 Nisthilfen betreue. Schwerpunkte seien das Kühnholz mit 33 und das Gründchen mit 20 Nisthilfen. Betreut würden auch das Naturdenkmal »Schleuningsteine« und das VHC-Dreieck mit Grill und Sitzbänken. Er bedauerte, dass der Müll in der Landschaft immer mehr zunehme und rief auf sich an der in Kürze stattfindenden Aktion »Saubere Landschaft« zu beteiligen. Abschließend wies er auf die Naturschutztagung des Gesamt-VHC am 19. Mai im Zollhaus hin.

Jugendwartin Barbara Appel bedauerte in ihrem Bericht, dass es mittlerweile überhaupt keine Teilnahme von Kindern und Jugendlichen an den Wanderungen gebe. Für die Osterwanderung hoffe sie auf eine rege Beteiligung, denn es könne dabei »vom Osterhasen verlorenes Gut gefunden werden«. Zum Abschluss werde beim Weitwurf getestet, wer das härteste Osterei habe.

Für 25-jährige Mitgliedschaft erhielten Horst Scharmann, Werner Wartusch, Alfred Keil, Reinhold Ludwig, Albrecht Missikewitsch, Adolf Oestreich, Lothar Prössl und Werner Kern Ehrenurkunde und -nadel.

Stadtrat Manfred Feineis dankte für die vielfältige Arbeit des Vereins innerhalb der Großgemeinde, denn der VHC sei mit ein Aushängeschild für die Stadt. Gerade auf dem Stadtplatz seien die Wanderwege vorbildlich ausgeschildert.

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