Möglichst viele Ulrichsteiner sind demnächst aufgefordert, beim Stadtradeln mitzumachen. Erlaubt sind auch E-Bikes (Foto). FOTO: DPA
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Möglichst viele Ulrichsteiner sind demnächst aufgefordert, beim Stadtradeln mitzumachen. Erlaubt sind auch E-Bikes (Foto). FOTO: DPA

Radfahren

Ulrichsteiner sollen kräftig in die Pedale treten

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Möglichst viele Ulrichsteiner sollen in den kommenden Wochen für ein gutes Klima in die Pedale treten. Die Kommune beteiligt sich zum ersten Mal am sogenannten Stadtradeln.

Umsatteln und elektrischen Rückenwind genießen: In Ulrichstein haben Bürger vom 4. bis 24. Juli die Möglichkeit, sich im Rahmen der Aktion "Radfahren neu entdecken" gratis von den Vorteilen einer Pedelec-, Lastenrad-oder E-Bike-Nutzung zu überzeugenund beim sogenannten Stadtradeln mitzumachen. Unterstützt wird die Stadt Ulrichstein dabei durch das Land Hessen und die Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen (AGNH). Hessenweit stehen knapp 200 Fahrräder für die Aktion zur Verfügung. "Unsere Teilnahme an "Radfahren neu entdecken" setzt einen wichtigen Schritt in Richtung einer nachhaltigen Stärkung des Radverkehrs", betont Ulrichsteins Bürgermeister Edwin Schneider. "Elektrisch unterstützte Fahrräder sind aus einer zukunftsfähigen Mobilität nicht wegzudenken - sie sind moderne Alltagsgefährte und für jeden Einsatzzweck und für jede Altersgruppe gleichermaßen geeignet. Davon können sich unsere Bürger jetzt überzeugen."

Jeder kann sich online anmelden und die Räder zwei Wochen gratis testen: Mit dem Pedelec Einkäufe erledigen oder auf dem E-Bike ins Wochenende starten - und das ohne zusätzliche Kosten. Während des bis zu zweiwöchigen Ausleihzeitraums können die Tester ausgiebig und je nach Lebenssituation sowie individuellem Mobilitätsbedürfnis das Radfahren mit elektrischer Unterstützung neu entdecken. Seit 2008 treten Kommunalpolitiker und Bürger für mehr Klimaschutz und Radverkehr in die Pedale.

Im Juli können alle, die in der Stadt leben, arbeiten, einem Verein angehören oder eine Schule besuchen, bei der Kampagne Stadtradeln des Klima-Bündnis mitmachen und möglichst viele Radkilometer sammeln.

Beim Wettbewerb geht es um den Spaß am Fahrradfahren und um Preise, aber vor allem darum, möglichst viele Menschen für das Umsteigen auf das Fahrrad im Alltag zu gewinnen und dadurch einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Etwa ein Fünftel der klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen in Deutschland entstehen im Verkehr, ein Viertel der CO2-Emissionen des gesamten Verkehrs verursacht der Innerortsverkehr. Wenn rund 30 Prozent der Kurzstrecken bis sechs Kilometer in den Innenstädten mit dem Fahrrad statt mit dem Auto gefahren würden, ließen sich etwa 7,5 Millionen Tonnen CO2 vermeiden.

Jeder kann ein Stadtradeln-Team gründen beziehungsweise einem beitreten, um beim Wettbewerb teilzunehmen. Dabei sollten die Radelnden so oft wie möglich das Fahrrad nutzen. Als besonders beispielhafte Vorbilder sucht die Stadt auch "Stadtradeln-Stars", die in den 21 Tagen kein Auto von innen sehen und komplett auf das Fahrrad umsteigen. Während der Aktionsphase berichten sie über ihre Erfahrungen als Alltagsradler in einem Blog. Bürgermeister Edwin Schneider hofft nun auf eine rege Teilnahme aller Bürger, Parlamentarier und Interessierten, "um dadurch aktiv ein Zeichen für mehr Klimaschutz und mehr Radverkehrsförderung zu setzen".

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