+
Fotovoltaikanlagen erzeugen auf den Dächern der Kläranlagengebäude Strom. Dieser wird für den eigenen Bedarf der Anlagen genutzt beziehungsweise ins Netz eingespeist.

Sonne sorgt für Strom

  • schließen

Ulrichstein (au). Die Stadt setzt bereits seit langem auf alternative Energien. So wurde 1996 auf der "Platte" in der Gemarkung Ober-Seibertenrod der bundesweit erste kommunale Windenergiepark errichtet. Als Kooperationsprojekt zwischen der Stadt und der Landes-Energieagentur Hessen Energie entstanden damals vier Anlagen mit je 500 Kilowatt Nennleistung. Sie sind inzwischen durch andere Anlagen ersetzt worden. Die Stadt nutzt aber nicht nur die Windkraft, sondern auch einen Großteil der Dachflächen der städtischen Gebäude für die Energiegewinnung. Stadthalle und Bauhof sind vermietet und der Kindergarten Ulrichstein sowie das Dorfgemeinschaftshaus Unter-Seibertenrod werden selbst zur Energiegewinnung mit Hilfe von Fotovoltaik genutzt. Auf den Dächern der Betriebsgebäude der Kläranlagen Bobenhausen, Helpershain und Rebgeshain wurden Fotovoltaik-Anlagen mit jeweils knapp zehn Kilowatt-Peak (kWp) errichtet.

Die Kosten je Anlage bezifferte Bürgermeister Edwin Schneider bei einem Ortstermin an der Kläranlage Helpershain mit rund 13 000 Euro. Die Eigenverbrauchsquote des erzeugten Stroms liegt in Helpershain bei 46 Prozent, in Bobenhausen bei 47 und in Rebgeshain sogar bei 71 Prozent. "Durch die Anlagen kann der an den Anlagen nötige Strom überwiegend aus Sonnenenergie gewonnen werden", so Schneider erfreut. Der Amortisierungszeitraum liege in Rebgeshain bei 7,8 Jahren, in Bobenhausen bei 9,8 und in Helpershain bei zehn Jahren.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare