Singen ist regenerieren - Weitere Aktive gesucht

Ulrichstein (au). Der Rückblick auf die Vereinsarbeit und zahlreiche Ehrungen standen am Samstag im Mittelpunkt der Hauptversammlung der Chorgemeinschaft. Dabei gab es auch einen Aüppell, weitere Sänger zu finden.

Im Vereinsraum im Innovationszentrum hatten Vorsitzende Christa Hofmann und im Anschluss der Chor mit dem Lied "Nimm dir Zeit zu leben" die Veranstaltung eröffnet.

Auf zahlreiche Veranstaltungen, mehrere Ständchen und zahlreiche Übungsabende wies Schriftführerin Lieselotte Semmler in ihrem Jahresbericht hin. Dieser war kurzweilig und mit humorvollen Details zu einzelnen Veranstaltungen gespickt. So kam auch erneut der Mitarbeiter dieser Zeitung an die Reihe und es war zu hören: "Endlich: Um 21.32 Uhr erschien unser Ortsberichterstatter, wie immer unter Zeitdruck. Foto von den Geehrten, Berichte eingesammelt und Auf Wiedersehen. Noch nicht einmal die fünf Minuten Zeit für den Verzehr der Vereinswurst konnte er aufbringen."

Sorge: Sänger fehlen

In ihrem Bericht stellte die Schriftführerin auch fest, dass die Mitglieder älter geworden sind, denn die Ausflüge werden immer kürzer. Sei einst man einst ins Ausland, nach Tirol, gefahren, so habe sich dies über den Königssee und Eisenach jetzt auf eine Fahrt mit der Pferdekutsche von Rebgeshain in den Oberwald reduziert. Selbst auf kulinarische Genüsse in Sterne-Gaststätten wurde verzichtet und eine rustikale Brotzeit in einer offenen Grillhütte eingenommen.

Den demografischen Wandel sprach auch Chorleiter Werner Betz an und meinte, dass man wegen der niedrigen Sängerzahl zurzeit keine schwierige Chorwerke erarbeiten könne: "Wir singen nur leichte Chorliteratur".

Leider sei es im Berichtsjahr nicht gelungen, die Sängerzahl zu stabilisieren. Sie sei durch einige Krankheitsausfälle weiter gesunken. Betz warb intensiv um neue jüngere Mitglieder, denn gemeinsam mit anderen ein Lied zu erlernen und mit Spaß und Freude beim Singen dabei zu sein, sei Regenerieren vom Alltagstrott. Wissenschaftler hätten zudem festgestellt, dass Singen gut für die Gesundheit ist. In einem Abriss über die Auftritte des Vorjahres hob er die Passionsmusik in der Kirche, die Mitwirkung beim 50-jährigen Chorleiterjubiläum von Otto Peter beim MGV Bobenhausen und dem 125-jährigen Jubiläum des MGV Engelrod sowie beim Ulrichsteiner Weihnachtsmarkt und an Weihnachten in der Kirche hervor. Er dankte allen Sängern für deren Einsatz, denn trotz eines ruhigen Jahres habe die Chorgemeinschaft einige Herausforderungen gemeistert.

Er komme gerne nach Ulrichstein, denn hier herrsche ein positives Vereinsleben und es gebe immer einen sehr humoristischen Jahresbericht, meinte der Vorsitzende des Ohm-Lumdatal-Sängerbundes, Hans-Georg Teubner-Damster. Zusammen mit der Vorsitzenden Christa Hofmann ehrte er Helmut Dierlamm für 50-jährige Sängertätigkeit und Heinrich Scheich sogar für 60-jährige aktive Sängertätigkeit. Seit 50 Jahren unterstützt Edith Wondra die Chorgemeinschaft als passives Mitglied. Auch sie erhielt Ehrenurkunde, Nadel und Blumen. Vereinsintern wurden Erna Erbes für 15-jährige aktive Sängertätigkeit und Helmut Pebler für 20-jährige Vorstandsarbeit geehrt.

Ein Dankeschön gab es auch für die eifrigsten Singstundenbesucher. Heinrich Scheich, Werner Schmidt, Helene Hansmann, Erna Erbes und Helmut Dierlamm nahmen an allen Aktivitäten teil. Maria Dierlamm und Lina Ludwig fehlten nur einmal, Karin Krämer und Karin Pebler waren zweimal verhindert. Stadtrat Klaus-Dieter Semmler und Ortsvorsteher Jörg Hermann dankten in ihren Grußworten für die Bereicherung des kulturellen Lebens in Hessens Bergstädtchen. Leider sei der fehlende Nachwuchs´die Sorge fast aller. Lob und Anerkennung für die musikalische Mitgestaltung bei kirchlichen Anlässen gab es von Pfarrer Manfred Hofmann. Er lud die Chorgemeinschaft wieder zur Passionsmusik am Sonntag, 9. März, um 19 Uhr in die Kirche ein.

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