Sehr viele Aktive, wenig Übende

Ulrichstein-Kölzenhain (au). "Eine Feuerwehr ist kein Kaninchenzuchtverein, bei dem man gerade mal dann auftaucht, wenn man Lust dazu hat. Darüber sollte der Eine oder Andere mal nachdenken."

Ulrichstein-Kölzenhain (au). "Eine Feuerwehr ist kein Kaninchenzuchtverein, bei dem man gerade mal dann auftaucht, wenn man Lust dazu hat. Darüber sollte der Eine oder Andere mal nachdenken." Dieses mahnende Wort richtete Wehrführer Gernut Armschat dieser Tage an die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr. In seinem Bericht zur Hauptversammlung im Dorfgemeinschaftshaus stellte er fest, dass die Einsatzabteilung mit 27 Mitgliedern zwar als kleinster Stadtteil an dritter Stelle bei der Mitgliederstärke liege, die durchschnittliche Übungsbeteiligung aber nur bei genau einem Dutzend liege. Als erfreulich bezeichnete er es, dass im Berichtsjahr für die Stadtteilfeuerwehr keine Einsätze zu leisten waren. Sechs praktische Übungen im örtlichen Bereich, eine gemeinsame Übung mit der Nachbarwehr Bobenhausen und die Beteiligung bei allen Großübungen der Ulrichsteiner sowie drei theoretische Übungseinheiten vervollständigten das Ausbildungsprogramm.

In der Summe habe man insgesamt 14 Übungen organisert, informierte der Wehrführer und dabei 293 Stunden Dienst geleistet. Sehr rege sei auch wieder die Beteiligung an Lehrgängen gewesen. An einem Grundlehrgang nahmen Ann-Kristin Fuchs, Heike Portheine und Sabine Markwort teil. Einen Maschinistenlehrgang absolvierten Britta und Marion Armschat. Mit Erfolg besuchten Marion Armschat einen Truppführerlehrgang und Tina Armschat einen Gruppenführerlehrgang. Der Wehrführer selbst nahm an einem Verbandsführerlehrgang, einem Lehrgang "Einführung in die Stabsarbeit" sowie an einem Fortbildungsseminar für Kreisausbilder teil. Bei den Lehrgängen wurden nochmals 476 Ausbildungsstunden geleistet, so dass im Jahr 2008 insgesamt 769 Stunden erbracht wurden.

Werbung machte der Wehrführer für die Teilnahme am Grundlehrgang, einem Truppführerlehrgang sowie einem Funklehrgang am Feuerwehr-Stützpunkt Ulrichstein.

Zur Vereinsarbeit war dann vom Schriftführer Holger Repp zu hören, dass neben der Teilnahme an verschiedenen Jubiläen befreundeter Wehren bei der Sternwanderung nach Unter-Seibertenrod wieder der erste Platz belegt wurde. Eine große Resonanz verzeichnete er wieder bei der Fußbal- Europameisterschaft im Juni in der "Fan-Meile" in der Gerätehalle. Positiv verlaufen sei zudem das Backhausfest, und bei einem Dia-Abend im Dezember habe man Rückblick auf die verschiedenen Aktivitäten gehalten. Abschließend bat er um eine rege Beteiligung bei den noch anstehenden Plasterarbeiten am Feuerwehr-Gerätehaus, die aufgrund schlechter Wetterlage im Vorjahr nicht mehr beendet werden konnten.

Wehrführer Armschat nahm im Anschluss Ann-Kristin Fuchs und Natascha Rahn in die Einsatzabteilung auf. Nach dem Besuch des Grundlehrgangs beförderte er Ann-Kristin Fuchs, Sabrina Markwort und Heike Portheine zu Feuerwehrfrauen, Marion Armschat wurde zur Oberfeuerwehrfrau und Benjamin Markwort zum Hauptfeuerwehrmann befördert.

Stadtbrandinspektor Andreas Döring setzte anschließend den Reigen der Beförderung fort und ernannte Tina Armschat zur Löschmeisterin. Döring ging in seinem Grußwort auf die nur geringe Zahl der Einsatzkräfte tagsüber ein und forderte erneut die Einbeziehung der städtischen Bediensteten in die Einsatzabteilung der Feuerwehren. Um etwas mehr Werbung für den Dienst bei der Feuerwehr zu machen finde am 23. August in Kölzenhain der 1. Ulrichsteiner Feuerwehr-Aktionstag statt. Bürgermeister Erwin Horst hob in seinem Grußwort den hohen Ausbildungsstand der Wehr hervor. Ausführungen machte er dann zu den Themen Atemschutzstrecke, Leitstelle, Digitalfunk sowie Bedarfs- und Entwicklungsplan. Abschließend hob er die gute Jugendarbeit hervor.

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