Bei Regen schmeckte Freibier im Zelt doppelt so gut

Ulrichstein (au). Der Jakobimarkt hat auch in seiner 663. Auflage nichts von seiner Bedeutung für den hohen Vogelsberg verloren. Deutlicher Beweis war der sehr gut besuchte Frühschoppen am Dienstagvormittag, der gleichzeitig Premiere für den neuen Bürgermeister Edwin Schneider war.

Ulrichstein (au). Der Jakobimarkt hat auch in seiner 663. Auflage nichts von seiner Bedeutung für den hohen Vogelsberg verloren. Deutlicher Beweis war der sehr gut besuchte Frühschoppen am Dienstagvormittag, der gleichzeitig Premiere für den neuen Bürgermeister Edwin Schneider war. Während auf dem Festplatz "Pfaffenacker" noch die Bezirkstierschau mit 40 Tieren lief, zeigte sich Schneider hocherfreut über die große Resonanz bei den Veranstaltungen. So war wieder eine breite Palette von Vertretern aus Politik und Wirtschaft anwesend, darunter Landtagsabgeordneter Kurt Wiegel (CDU). Die Kreisspitze war mit Landrat Manfred Görig, dem 1. Kreisbeigeordneten Peter Zielinski und dem Kreistagsvorsitzenden Jürgen Ackermann vertreten, ebenso eine stattliche Anzahl von Bürgermeistern oder deren Vertretern.

Auch die Pensionäre, wie zum Beispiel Feldatals Ehrenbürgermeister Otto Zulauf, waren dabei. Ein treuer Gast ist auch der ehemalige Geschäftsführer des Naturpark "Hoher Vogelsberg", Jakob Rühl. Vertreten waren auch zahlreiche Behörden und Verbände, Feuerwehren und des Landeskommando Hessen der Bundeswehr. Schon zur Tradition geworden ist die Teilnahme einer Abordnung der Lauterbacher Burgbrauerei.

In Begleitung der Bierprinzessin Carina Kaut repräsentierte Ruth Herget-Klesper die Brauerei und assistierte dem Stadtoberhaupt beim obligatorischen Bierfassanstich. Dieser ging reibungslos "über die Bühne". Eine Neuerung gab es dann, das Freibier wurde von hinten beginnend im Zelt ausgeteilt.

Da derzeit alle vom Wetter reden, hatte auch Bürgermeister Schneider seine Begrüßungsrede mit der misslichen Wetterlage begonnen. Regen sei zwar fast immer einmal beim Jakobimarkt angesagt, doch diesmal sei es besonders schlecht. Und so lief der Marktbetrieb recht ruhig an und erst am Nachmittag kam Leben auf die Marktstraße.

Der Jakobimarkt endet am Mittwoch mit einem großem Volksfest und einem ganztägigen Krämermarkt. Ab 16 Uhr ist Tanz im Festzelt mit der Band "Pop Sound Trio" und ab 20.30 Uhr wird zur Oldie-Disco mit Sir Amos und Musik + More eingeladen.

"Die Bezirkstierschau ist neben der Tierschau beim Lauterbacher Prämienmarkt die einzige Veranstaltung dieser Art, die so im Vogelsbergkreis noch ausgerichtet wird", betonte Bürgermeister Edwin Schneider am Dienstag Morgen. Insgesamt waren 42 Tiere aufgetrieben, davon 24 der Rasse Fleckvieh, 17 der Rasse Deutsche Holsteins und der Schätzbulle der Rasse Limousin. Die Tiere wurden von den Betrieben Boss, Feick, Euler GbR/Maar; Hartmut Eifert/Hörgenau; Herbert und Ursula Falk/Unter-Seibertenrod; Habermehl GbR/Allmenrod; Walter Lang/Stockhausen; Paul Wies/Ober-Moos und Ulrich Pflanz/Unterwegfurth präsentiert. Der Kälbervorführwettbewerb musste diesmal wegen zu weniger Anmeldungen ausfallen. Tierzuchtberater Wilhelm Vackiner (LLH) nahm gegen Mittag die Siegerehrung vor. Die Preismünze in Bronze des Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen erhielt der Betrieb Paul Wies (Ober-Moos) für die Siegersammlung bei der Rasse Fleckvieh. Für die Reserve-Sammlung Fleckvieh erhielt der Betrieb Boss, Feick, Euler GbR den Wappenteller des Regierungspräsidiums.

Je eine Medaille der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Rinderzüchter (ADR) gingen an den Betrieb Falk (Unter-Seibertenrod) für dessen Sieger alt "Helene" der Rasse Holstein und an Walter Lang (Stockhausen) für "Paris", die Siegerkuh alt der Rasse Fleckvieh. 17 Gutscheine der Hochwald-Nahrungsmittelwerke, der Fleckviehzüchter Oberhessen, der Firma Schaumann, Göpel Genetik, AEZ, Firma Ludwig, Fahrzeugservice Habemann sowie der Brauereien Alsfeld und Lauterbach gingen an die Züchter. Die Organisation lag erneut in den Händen von Wilhelm Vackiner vom Landesbetrieb Landwirtschaft. Unterstützt wurde er von Bediensteten des Amtes für den ländlichen Raum.

Abschließend dankte Bürgermeister Schneider den Betriebenund den Organisatoren. Im Rahmen der Tierschau fand wieder ein Bullenschätzwettbewerb statt. Es galt dabei, das Gewicht des Limousinbullen "Timo" aus dem Betrieb Ulrich Pflanz (Unterwegfurth) zu schätzen. Mit 763 Kilogramm traf Kerstin Minnert (Altenschlirf) genau das richtige Gewicht und erhielt 75 Euro als Siegprämie. 50 Euro erhielt Matthias Betz (Ulrichstein) für die geschätzten 765 Kilogramm und Berthold Keil sowie Tizian Keil (beide Ulrichstein) bekamen je 25 Euro für je 760 Kilogramm.

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