Gruppenbild mit Skelett: Peter Niebergall (Mitte) und sein Team vor der Hausarztpraxis in Ulrichstein mit Bürgermeister Edwin Schneider, Markus Trebert (MT Montagebau) sowie Rainer Burger von der entsprechenden Kommission der Stadt. 	FOTO: JOL
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Gruppenbild mit Skelett: Peter Niebergall (Mitte) und sein Team vor der Hausarztpraxis in Ulrichstein mit Bürgermeister Edwin Schneider, Markus Trebert (MT Montagebau) sowie Rainer Burger von der entsprechenden Kommission der Stadt. FOTO: JOL

Neuer Arzt in Ulrichstein

  • Joachim Legatis
    vonJoachim Legatis
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Ulrichstein (jol). Noch ist der Außenputz am Eingang nicht aufgebracht, aber Peter Niebergall ist erleichtert. Am Montag öffnete der Allgemeinmediziner seine Hausarztpraxis und er ist erfreut über den Patientenandrang. »Wir haben hier richtig was zu tun«, sagt er. Fast im dreistelligen Bereich bewegen sich bereits die Patientenzahlen. Mit seinem Team aus Katharina Dreher, Jutta Rahn und Julia Reichelt stellt Niebergall die medizinische Versorgung in der Kernstadt sicher. In Bobenhausen hat die Praxisgemeinschaft Aliakbari/Sommer vor Kurzem eine Praxis eröffnet (diese Zeitung berichtete). Zur Eröffnung kamen auch Bürgermeister Edwin Schneider und Rainer Burger von der städtischen Kommission. Schneider ist froh, »dass die ärztliche Versorgung der Bevölkerung in der Großgemeinde langfristig gesichert ist.«

Seit nunmehr elf Jahren sind demnach die Verantwortlichen der Stadt bemüht gewesen, die Versorgung mit Allgemeinmedizinern sicherzustellen. Waren früher drei Ärzte im Stadtgebiet aktiv, war dann über viele Jahr nur ein Mediziner zuständig. Die städtischen Gremien hatten in zahlreichen Sitzungen Beschlüsse gefasst, um das Ziel »Sicherstellung der ärztlichen Versorgung« zu erreichen, sagt Schneider.

Die Vorstellungen gingen vom Bau eines Ärztehauses auf städtischem Grund über die Beteiligung am kommunal betriebenen Medizinischen Versorgungszentrum bis zu Zuschüssen für Praxisübernahme und Ansiedlungen.

Die letzten Beschlüsse zu dem Thema befassten sich mit dem Ankauf des Hauses Ohmstraße 3 gegenüber dem Rathaus und dem Umbau zur Arztpraxis. Dadurch sind in guter Lage die Voraussetzungen geschaffen, dass sich Peter Niebergall als Hausarzt niederlassen kann. Niebergall wollte sich nach der Prüfung zum Facharzt für Allgemeinmedizin gerne in Ulrichstein niederlassen.

Umbau ist gelungen

In Hessens höchstgelegener Stadt finde er ideale Bedingungen, hieß es bei der Eröffnung.

Innerhalb von etwas über drei Monaten ist es gelungen, das ehemalige Ladengeschäft in einem großen Teil des Erdgeschosses des Zweifamilienhauses umzubauen. In den neuen Praxisräumen mit modernsten Geräten erwarte die Patienten ein »qualifiziertes und hoch motiviertes Praxisteam«. Besonderes Lob hatte Niebergall für den Umbauspezialisten Markus Trebert mit seiner Firma MT Montagebau. Froh ist er auch über eine gute Internetanbindung.

Schneider bedankt sich bei den städtischen Gremien für die positiven Beschlüsse sowie bei der Architektin und allen Handwerkern für die zügige Umsetzung. Rainer Burger freute sich, dass die jahrelangen Anstrengungen der Stadt zum Erfolg geführt haben. Die Kosten der Gesamtmaßnahme werden für die Stadt zwischen 500 000 und 600 000 Euro liegen. Wenn weitere Bereiche im Erdgeschoss fertiggestellt sind, stehen der Praxis Niebergall 180 Quadratmeter zur Verfügung.

Eine Erweiterung im ersten Stock ist ebenfalls möglich. Mit den Außenanlagen sollen im Frühjahr Parkplätze auf dem Grundstück entstehen. Derzeit kann man am Rathaus und an der Pfaffenackerwiese parken.

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