Neue Rotoren beginnen sich zu drehen

Ulrichstein (pm). Schlüsselübergaben unter den neuen Rotoren des Windparks "Platte" in Ulrichstein: Ingo Deitermann, Projektingenieur von der hessenEnergie, übergab die "Schlüsselgewalt" an die Eigentümer, vertreten durch Rainer Schwarz, Vorstand der ovag Energie AG.

Ebenfalls einen symbolischen Schlüssel erhielten Lorenz Kock, Aufsichtsratsmitglied der Energiegenossenschaft Vogelsberg (EGV) und Günter Mest, seines Zeichens Vorstand der Genossenschaft.

Die EGV ist über ein Genussrechtsdarlehen von 5 Mio. E Mitfinanzierer des Projekts, das ein Investitionsvolumen von insgesamt 28 Mio. E hat. So ist die von beiden Partnern gewollte Möglichkeit zur wirtschaftlichen Beteiligung von Bürgern aus der Region gewährt. "Dieser Aspekt gewinnt für die Akzeptanz der Windparks zunehmend an Bedeutung und dient dazu, gezielt Wertschöpfung direkt in der Region zu belassen" betont Dr. Hans-Peter Frank, bei der ovag Energie AG zuständig für Energiehandel und Stromerzeugung, der sich trotz widriger Bedingungen den feierlichen Akt ebenso nicht entgehen ließ wie der Bürgermeister der Windpioniergemeinde Ulrichstein, Edwin Schneider. Die hessenEnergie – als 100%-Tochter der ovag Energie AG u.a. verantwortlich für Entwicklung, Bau und Betrieb der eigenen Windprojekte – hat das so genannte Repowering vorgenommen. Der Begriff steht für eine massive Verbesserung der standortbezogenen Windertragsleistung. 13 kleine, ältere Anlagen, mit Leistung von 225 kW bzw.

500 kW sind durch sieben moderne der Firma Enercon vom Typ E-82 E 2 ersetzt worden. Diese haben einen Rotordurchmesser von 82 Metern, eine Nabenhöhe von 140 Metern und eine Nennleistung von je 2,3 Megawatt. Die Erwartungen gehen im Mittel von einer jährlichen Stromerzeugung von rund 48 Millionen Kilowattstunden aus, was ungefähr dem Sechsfachen des bisherigen Ertrags am Standort entspricht. Rein rechnerisch liefert der Park künftig den Jahresstrombedarf von etwa 14 000 Haushalten beziehungsweise rund 56 000 Personen.Die ersten Rotoren der neuen Anlagen haben sich bereits begonnen zu drehen, die restlichen werden in den kommenden Wochen, abhängig von der Wetterlage, fertiggestellt und die Stromproduktion aufnehmen.

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