Kirche wird 275 Jahre alt

Ulrichstein-Feldkrücken (au). Die Kirchengemeinde Feldkrücken feiert am kommenden Wochenende das 275-jährige Jubiläum ihrer jetzigen Kirche, unzweifelhaft besitzt das Vogelsbergdörfchen bereits seit etlichen Jahrhunderten eine evangelische Kirche. So steht in einem Schreiben vom 8. Juni 1732 (im Staatsarchiv Darmstadt) geschrieben: "Im Ort steht eine sehr alte, baufällige, den Einfall und gäntzlichen Ruin täglich androhende Kirche." Mit dem Schreiben bittet man den Landgrafen um Bewilligung einer Kollekte für den Bau einer neuen Kirche. Diese wird am 27. November genehmigt. Der Rohbau stand dann Ende Juli 1735.

Ulrichstein-Feldkrücken (au). Die Kirchengemeinde Feldkrücken feiert am kommenden Wochenende das 275-jährige Jubiläum ihrer jetzigen Kirche, unzweifelhaft besitzt das Vogelsbergdörfchen bereits seit etlichen Jahrhunderten eine evangelische Kirche.

So steht in einem Schreiben vom 8. Juni 1732 (im Staatsarchiv Darmstadt) geschrieben: "Im Ort steht eine sehr alte, baufällige, den Einfall und gäntzlichen Ruin täglich androhende Kirche." Mit dem Schreiben bittet man den Landgrafen um Bewilligung einer Kollekte für den Bau einer neuen Kirche. Diese wird am 27. November genehmigt. Der Rohbau stand dann Ende Juli 1735. Es dauerte dann noch mehrere Jahre, bis die Kirche fertig gestellt werden konnte, denn einem Schriftstück ist zu entnehmen, ådass sie im September 1739 nur notdürftig hergerichtet war.

Die Gemälde in der Kirche wurden von dem Maler Johannes Peter Martin aus Romrod im Jahre 1774 gefertigt. Von Hartmann Bernhard aus Romrod stammt die im Jahr 1834 eingebaute Orgel. August Förster aus Lich baute die Orgel dann 1901 um. Neben Änderungen an der Balganlage und der Mechanik ist vor allem der Einbau neuer Metallpfeifen hervor zu heben, führte Pfarrer Hofmann aus.

Das Ergebnis dieses Umbaues sei ein technisch und musikalisch sehr erfreuliches Instrument, das zwar nicht mehr den originalen Stand von 1834 in allen Teilen aufweise, jedoch in der veränderten Form die Auseinandersetzung eines guten Handwerkers der Jahrhundertwende mit einer älteren Orgel dokumentiere. Bereits 28 Jahre später wurde allerdings eine erneute Renovierung notwendig, da seit dem Ersten Weltkrieg die Prospektpfeifen aus Zinn fehlten und nun durch Prospektpfeifen aus Zink ersetzt wurden.

Bei der Restaurierung 2007 durch die seit 1842 mit dem Orgelbau befasste Firma Förster und Nicolaus aus Lich hat die Orgel wieder einen Teil der Prospektpfeifen aus Zinn erhalten. Insgesamt besitzt die Denkmalsorgel 339 Metall- und 181 Holzpfeifen. Das Festprogramm beginnt am Samstag, dem 2. Oktober, um 20 Uhr mit einem Konzert des Frauen-Vokalensemble "SoNett" aus Schotten unter Leitung des Dekanatskirchenmusikers Kiwon Lee. Verbunden damit ist auch ein Orgelkonzert. Am Sonntag, dem 3. Oktober, ist um 11.

15 Uhr Festgottesdienst, danach gemeinsames Mittagessen "rund um die Kerch". Zur Geschichte des Kirchenbaus gibt es um 13.30 Uhr ein kleines Theaterstück. Um 14 Uhr folgen eine Dia-Schau und ein Kurzvortrag zur Baugeschichte der Kirche. Ab 14.30 Uhr singen der Männergesangverein Bobenhausen und die Chorgemeinschaft Ulrichstein. Abschluss ist ab 15 Uhr ein Kaffeetrinken und die Ausgabe der Tombolagewinne.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare