Kinder- und Jugendchor feiert 25. Geburtstag

Ulrichstein (au). Der Kinder- und Jugendchor des Kultur- und Sportverein (KSV) Ober-Seibertenrod feiert am kommenden Sonntag, 30. Januar, um 14 Uhr in der Ulrichsteiner Stadthalle sein 25-jähriges Jubiläum. Laut Protokoll des Chorleiters Johann Wolfgang Horst wurde er am 22. Januar 1986 im Dorfgemeinschaftshaus Ober-Seibertenrod mit 28 Kindern und Jugendlichen gegründet, mit dabei waren Initiator und KSV-Vorsitzender Karl Rühl sowie Dirigent Horst.

Ulrichstein (au). Der Kinder- und Jugendchor des Kultur- und Sportverein (KSV) Ober-Seibertenrod feiert am kommenden Sonntag, 30. Januar, um 14 Uhr in der Ulrichsteiner Stadthalle sein 25-jähriges Jubiläum. Laut Protokoll des Chorleiters Johann Wolfgang Horst wurde er am 22. Januar 1986 im Dorfgemeinschaftshaus Ober-Seibertenrod mit 28 Kindern und Jugendlichen gegründet, mit dabei waren Initiator und KSV-Vorsitzender Karl Rühl sowie Dirigent Horst.

Grundgedanke war, im damals "kinderreichsten Dorf Oberhessens" durch ein Chor-Angebot für Jugend und Kinder auch der näheren Umgebung im Wanderverein ein kulturelles Beschäftigungsfeld bereitzustellen als Ausgleich und Ergänzung zu sportlichen Aktivitäten. Schon im ersten Jahr stieg durch erfolgreiche Auftritte in der Region das Interesse am Chor, und als 1987 die Kinder erst in den leuchtend roten Boleros bei ihren Darbietungen neben den Ohren auch das Auge der Zuhörerschaft in hervorragender Weise ansprachen, war der Bann gebrochen.

Bald wuchs die Gruppe auf über 40. Es kamen Orff- Instrumente dazu, ein kleines Schlagzeug, und 1988 löste ein neues Clavinova das Akkordeon als Begleitinstrument ab. Nun war die Voraussetzung geschaffen, neben Volks- und Wanderliedern auch anspruchsvolle Original-Kompositionen und längere Kantaten in das Repertoire aufzunehmen. Die Aktivitäten des Kinder- und Jugendchores gingen bald von Ständchen und Mitwirkung bei Liederabenden und Chorkonzerten auf eigene Liederabende über.

Regelmäßige Teilnahme an den Kinder-, Schul- und Jugendchorkonzerten des Ohm-Lumdatal-Sängerbundes, dem man sich mittlerweile angeschlossen hatte, sowie den vom OLSB veranstaltete Kinder- und Jugendchor-Treffs, eigene Adventssingen in der Kirche, Adventsauftritten in der alten Klostermühle in Arnsburg, Workshops und weiteres schlossen sich an. Neben den normalen Singstunden bereitete sich der Chor in Freizeiten intensiv vor. Ein Nebeneffekt war, dass er zu einer hervorragenden Gemeinschaft zusammenwuchs. Das in musikalischer wie auch sozialer Hinsicht wichtigste Ereignis war wohl die Freundschaft mit dem Kinder- und Jugendensemble aus Hermsdorf in Thüringen.

Schon 1989 waren die Kontakte hergestellt, und im Sommer 1990 kam es zum ersten Chortreffen in der über 11000 Einwohner großen Stadt am Hermsdorfer Kreuz. Nach weiteren Besuchen und Gegenbesuchen schlief diese Beziehung mit der Auflösung des Kinder- und Jugendensembles Hermsdorf leider ein. Krankheitsbedingt kam es im Sommer 1993 zu einem Chorleiterwechsel. Mit Martin Winter sang der Kinder- und Jugendchor etwa ein Jahr, dann übernahm Johann Wolfgang Horst im September 1994 wieder die musikalische Führung.

In den folgenden beiden Jahren kam es zur Umstrukturierung. Viele Jugendliche mussten den Chor verlassen, manche Kleinen traten wieder ein. Gelegentlich näherte man sich der Grenze des Existenz-Minimums. In Ober-Seibertenrod selbst nahm die Anzahl der Kinder des Dorfes rapide ab, man war stärker auf die umliegenden Ortschaften angewiesen. Das zehnjährige Jubiläum 1996 brachte einen Aufschwung, besonders für den Jugendchor, der aber bald wieder verebbte. Erst Ende 1997 wuchs der Chor unter dem Namen "Die Ohmtalspatzen" wieder zu einem gut singfähigen Klangkörper an.

Man führte wieder beeindruckende Auftritte und Konzerte besonders unter Verwendung mundartlicher Elemente durch. Im Oktober 2000 wurde ein Projektchor von ehemaligen Mitgliedern als eigenen Jugendchor ins Leben gerufen. Mit Begeisterung wurde das Projekt aufgenommen. So bestand neben dem Kinderchor "Ohmtalspatzen" zeitweise ein junger Chor, in dem sogar einige Mütter von Kinderchormitgliedern mitsangen. Dies war für drei Jahre nicht nur ein willkommenes Angebot für die älteren Sängerinnen und Sänger, sondern auch eine Bereicherung der Möglichkeiten des Chores. Leider musste der Projektchor wegen Mitgliedermangel wieder aufgegeben werden. In den letzten Jahren beschränkte sich die musikalische Tätigkeit der "Ohmtalspatzen" auf die Erweiterung des Liedgutes und Beibehaltung einiger fester "Highlights" wie die Kinder-, Schul- und Jugendchorkonzerte des Sägerbundes und die Adventssingen in der Kirche. Die Teilnahme an Jubiläen rundum, Chor-Freizeiten und Auftritte bei Geburtstagen, Hochzeiten, Taufen, im Seniorenheim und bei Altennachmittagen standen auf dem Programm. Auch die Einweihung des renovierten Gemeinschaftshauses, ein Frühlingskonzert, das Orgeljubiläum der Kirche, Weihnachtsfeier in Ulrichstein und ein Benefizkonzert in der Kirche Ober-Ohmen wurden umrahmt.

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