Kehraus mit Fisch: Landfrauen luden zu Heringsessen ein

Ulrichstein-Rebgeshain (au). Die Faschingszeit ist zu Ende, nun schlossen die Landfrauen Rebgeshain die tollen Tage mit dem traditionellen Heringsessen ab. Aus der Umgebung kamen viele, um den "Kater zu vertreiben".

Ulrichstein-Rebgeshain (au). "Am Aschermittwoch ist alles vorbei". So auch der Fasching in der Großgemeinde Ulrichstein. Um den mehr oder weniger großen "Kater" zu vertreiben gibt es seit einigen Jahren im Rebgehainer Dorfgemeinschaftshaus am Aschermittwoch das Heringsessen. Von den Landfrauen wurde auch jetzt wieder ein wohlschmeckender Heringstopf mit Pellkartoffel serviert. Für die "Nichtfischesser" gab es Würstchen mit Brötchen. Nicht nur aus dem Ort selbst, sondern aus der näheren Umgebung erschienen wieder die Besucher und schnell herrschte im Dorfgemeinschaftshaus reges Treiben. Wer keine Zeit zum Verweilen hatte, nahm die Portion mit und machte zu Hause "Katervertreibung".

Zur Geschichte ist zu sagen, dass seit dem 7. Jahrhundert am Aschermittwoch die Fastenzeit beginnt. An diesem Tag bekamen die Büßer Asche aufs Haupt gestreut. Seit dem Ende des 11. Jahrhunderts ließen sich hauptsächlich die Priester geweihte Asche zum Zeichen des Schuldbewusstseins aufs Haupt streuen. In vielen Kulturen gilt Asche als Symbol der Vergänglichkeit. Im Christentum wurde sie zum Zeichen der Buße, soll aber auch gleichzeitig an die Vergänglichkeit des Menschen erinnern.

Der Brauch, das Haupt mit Asche zu bestreuen wurde später in den Ritus des Aschenkreuzes verwandelt. Der Sinn des Aschenkreuzes ist es, dass der Mensch sich nach all dem ausgelassenen Feiern wieder auf sich selbst besinnen soll, denn mit der Fastenzeit beginnt die Zeit der Vorbereitung auf das Osterfest.

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