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Heller und klimafreundlicher

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Von: Dieter Graulich

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Die neue Anlage ermöglicht eine bisher noch nie dagewesene Ausleuchtung der Spielstätte. © Dieter Graulich

Ulrichstein (au). Der Ulrichsteiner Sportplatz erstrahlt in neuem Licht. Das ist den neu installierten LED-Flutlichtstrahlern zu verdanken, die die alten Halogenstrahler ersetzt haben. Dass sich etwas verändert hat, wird vor allem deutlich, wenn die Sonne bereits untergegangen ist. Die neue Anlage ermöglicht eine bisher noch nie dagewesene Ausleuchtung der Spielstätte.

So können die Spieler insbesondere in den dunkleren Monaten des Jahres effektiver trainieren und Spiele austragen.

Anlass für diese Investition war ein Angebot der in Diez an der Lahn ansässigen KANDEM Leuchten GmbH. Dabei glänzt die Flutlichtanlage nicht nur mit mehr Licht auf dem Rasen, sondern ist auch noch umwelt- und klimafreundlich. Die LED-Technologie ermöglicht dem Sportverein, den Energiebedarf drastisch zu reduzieren. Die errechneten jährlichen Stromeinsparungen durch die Sanierung belaufen sich auf circa 12,4 kWh. Das entspricht 80 Prozent weniger Stromverbrauch.

Den Veröffentlichungen des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) zu Folge kann der Verein so in den nächsten zwanzig Jahren bis zu 147 Tonnen CO2 einsparen. Ermöglicht wurde das Projekt durch die Förderung der Bundesrepublik Deutschland. Damit ist die »Chattia« Ulrichstein Teil der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums, das ihre Ziele und Aufgaben wie folgt beschreibt: »Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten.« Die Programme und Projekte deckten ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trage zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

Das gesamte Investitionsvolumen ist mit einem mittleren fünfstelligen Betrag zu beziffern. Unterstützung bei der finanziellen Bewältigung dieses Projektes erhält der SV Chattia von verschiedenen Trägerschaften. Hierzu zählt zunächst einmal der Projektträger Jülich als einer der wesentlichen Förderer. Darüber hinaus erhält der Verein weitere Mittel durch den Landessportbund Hessen das Sportland Hessen, den Vogelsbergkreis sowie die Stadt Ulrichstein. Der Vorstand ist dankbar für die breite Unterstützung. »Mit unserer neuen Flutlichtanlage machen wir einen ersten wichtigen Schritt in Richtung Nachhaltigkeit. So können wir sowohl CO2 einsparen als auch parallel dazu unseren Stromverbrauch erheblich senken. Alles in allem also eine runde Sache. Mein Dank richtet sich an alle Förderer, die uns bei der Umsetzung dieses Projektes tatkräftig unterstützt haben«, so Udo Henke, Vorsitzender des SV Chattia Ulrichstein.

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