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Sanierung

Ein Gerüst für das Ulrichsteiner Wahrzeichen

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Das Ulrichsteiner Wahrzeichen, die Burgruine auf dem Schlossberg, wird nach über zwei Jahren Wartezeit saniert.

Grund für die Arbeiten war der Einsturz eines etwa 40 Quadratmeter großen Mauerteiles im März 2017 im nördlichen Bereich seitlich des Treppenaufgangs zum Schlossbergturm (die Alsfelder Allgemeine Zeitung berichtete).

Dadurch war der Treppenaufgang selbst stark gefährdet und wurde ebenso gesperrt wie der Bereich unterhalb der Mauer. Den Gästen der Stadt blieb somit 28 Monate lang der herrliche Fernblick vom Schlossbergturm verwehrt. Das eingestürzte Mauerloch hatte sich inzwischen noch vergrößert und die Mauerkrone war teilweise eingestürzt.

Trotz mehrerer Nachfragen seitens der Stadt und des Vereines zur Erhaltung der Burgruine beim Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen wurden erst im April dieses Jahres die Ausführungsplanung und das Leistungsverzeichnis erstellt.

Die Angebotsphase und die Submission erfolgten im Mai, genauso wie die Angebotsprüfung und die Erstellung des Vergabevorschlages. Den Zuschlag erhielt die Firma Preuße & Rätsch aus Weimar. Seit mehr als einer Dekade ist die Sanierung und Instandsetzung historischer Bauwerke in ganz Deutschland das Kerngeschäft der Firma.

Neuen Marstall in Berlin saniert

Auf ihrer Referenzliste stehen die Fassadensanierung "Neuer Marstall" in Berlin, die Terrassen der "Walhalla" in Donaustauf, die Treppen am Denkmal Deutsches Eck in Koblenz und eine runderneuerte Mauerkrone für den Turm der Burgruine Nordeck über dem Steinachtal/Oberfranken. Die Arbeiter der Firma, die jetzt in Hessens Bergstädtchen tätig sind, haben vorher in Bad Karlshafen ein Jahr lang am Hafenbecken gearbeitet. In diese Liste der berühmten Bauwerke reiht sich nun die Burgruine Schlossberg ein. Der Beginn der Bauarbeiten erfolgte vor kurzem, zunächst musste das Gerüst aufgestellt werden.

Auch der Bauhof der Stadt Ulrichstein hat noch vor den Gerüstarbeiten Vorleistungen erbracht, indem er die Baustellenbereiche gemäht hat, um ein sicheres Arbeiten der Firmenmitarbeiter zu gewähren.

Es war geplant, dass die Arbeiten bis Mitte August abgeschlossen werden sollen. Dies wird sich jedoch nicht realisieren lassen, hieß es. Die Kosten für die Sanierung betragen laut Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen Niederlassung Ost in Fulda rund 100 .000 Euro.

Wie bei der Baustellenbesichtigung von Bürgermeister Edwin Schneider zu hören war, soll die Burgruine in das Mauerprogramm des Landes aufgenommen werden. Das würde bedeuten, dass in den nächsten Jahren sukzessive weitere Sanierungsarbeiten erfolgen würden.

In diesem Zuge soll dann auch die Bobenhäuser Pforte mit den Mitteln des Burgvereins saniert werden.

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