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Ein Holzpavillon auf dem Schulhof bietet Raum für Spiele.

Schule

Ganztags - aber freiwillig an der Schlossbergschule Ulrichstein

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Die Grundschule Ulrichstein ist für das kommende Schuljahr neu in das Programm "Pakt für den Nachmittag" aufgenommen worden.

Die Grundschule Ulrichstein weitet ab dem kommenden Schuljahr ihr Nachmittagangebot aus. Nach den Sommerferien werden an drei Nachmittagen zusätzliche Arbeitsgruppen mit sportlichen Schwerpunkten laufen, so vermutlich rund um Skilanglauf und Ausdauersport.

Dabei profitiert die Grundschule mit ihren rund 100 Kindern von einem Landesprogramm namens "Pakt für den Nachmittag". Die Grundschule wurde auf Antrag als weitere Schule in das "Ganztagsprogramm Profil 1" aufgenommen. Das sogenannte Profil 1 bietet Bildungs- und Betreuungsangebote an mindestens drei Wochentagen von 7.30 bis 14.30 Uhr. Dieses Angebot rundet die bisherige Nachmittagsbetreuung sinnvoll ab, wie Schulleiterin Bärbel Träger betont. "Vormittag und Nachmittag werden pädagogisch verzahnt."

Bereits seit 2008 wird für Kinder ein Nachmittagsangebot unterbreitet, woran Träger erinnert. Bis 15 Uhr können dabei die Jungen und Mädchen Hausaufgaben machen, bekommen ein Essen und haben genug Zeit zum Spielen. Auf dem Schulhof und in einem kleinen Pavillon toben sie mit Bällen herum und haben gemeinsam Spaß.

Die neuen Arbeitsgruppen weiten das bestehende Angebot aus, wie Träger sagt. In Zusammenarbeit mit Übungsleitern aus Vereinen sollen im Turnraum und dem Spiegelsaal im Innova-Zentrum sportliche Programme laufen. "Das ist eine prima Ergänzung für das Nachmittagsangebot", freut sich Träger. Sie sind kostenfrei. Die bisherige Betreuung bis 15 Uhr bleibt erhalten, die drei neuen Kurse sind mindestens bis 14.30 Uhr geplant. Die Gespräche hierfür mit Vereinen und freien Trägern der Jugendhilfe laufen noch, wie Träger sagt.

Im zu Ende gehenden Schuljahr haben 25 Kinder das Nachmittagsangebot genutzt, doch ihre Zahl wird wohl zunehmen. "Der Bedarf steigt", schätzt Träger. Das neue Angebot komme dem Bedarf der Eltern entgegen. Eine Erweiterung der Schule ist in rund fünf Jahren vorgesehen.

In Hessen werden im Schuljahr 2019/20 damit 1197 Schulen ganztägig arbeiten. Der Ausbau erfolgt wie bisher in den drei Profilen des Ganztagsprogramms sowie im "Pakt für den Nachmittag".

rofil 1 bietet Bildungs- und Betreuungsangebote an mindestens drei Wochentagen von 7.30 Uhr bis 14.30 Uhr, Profil 2 an allen fünf Schultagen von 7.30 Uhr bis 16 bzw. 17 Uhr und Profil 3 Betreuung, Unterricht und verpflichtende Ganztagsangebote an fünf Tagen pro Woche in der Zeit von 7.30 bis 16 Uhr bzw. 17 Uhr an. Der Pakt für den Nachmittag richtet sich ausschließlich an Grundschulen und Grundstufen von Förderschulen und erfolgt in Kooperation mit den Schulträgern.

Der Koalitionsvertrag sieht die Weiterentwicklung des "Pakts für den Nachmittag" in den "Pakt für den Ganztag" vor, der die bestehenden Angebote weiter ausbauen und die Gebührenfreiheit bis mindestens 14.30 Uhr sicherstellen soll.

Schon bald können Schulen eine sogenannte Teilbindung im Rahmen des Pakts anbieten. Teilbindung bedeutet, dass eine Lehrkraft alle Schülerinnen und Schüler ihrer Klasse bis 14.30 Uhr begleitet. Unterricht und Angebote bis 14.30 Uhr wechseln sich miteinander ab. Damit können Schulen zukünftig zwei Angebote in den Pakt-Schulen anbieten: Freiwillige (wie bisher) und gebundene (neu).

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