Frischer Wind für Brasilien-TV

Ulrichstein (ks). "Ziehen Sie lieber die Jacke an, hier oben weht ein frischer Wind", meinte Bürgermeister Erwin Horst am Montag zu der Reporterin einer brasilianischen Fernseh-Produktionsgesellschaft. Wegen eben dieses Windes - aber nicht nur - war das Trio gekommen, drehten sie doch für den größten Fernsehsender TV Globo einen Beitrag über den Klimawandel und die Bedeutung alternativer Energiegewinnung.

Ulrichstein (ks). "Ziehen Sie lieber die Jacke an, hier oben weht ein frischer Wind", meinte Bürgermeister Erwin Horst am Montag zu der Reporterin einer brasilianischen Fernseh-Produktionsgesellschaft. Wegen eben dieses Windes - aber nicht nur - war das Trio gekommen, drehten sie doch für den größten Fernsehsender TV Globo einen Beitrag über den Klimawandel und die Bedeutung alternativer Energiegewinnung.

Über die USA, Kanada, Großbritannien, Frankreich und die Schweiz führte der Weg die Fernsehleute am Sonntag nach Frankfurt, eine Woche lang werden die Reporterinnen Nadia Pontes und Hellen Santos und Kameramann Fernando Alves Rodriguez in Deutschland an verschiedenen Orten alternative Energieformen unter die Lupe nehmen und als Filmbeitrag mit nach Brasilien "nehmen". Als der Bundesverband Windenergie die Anfrage bekam, leitete er sie an Landessprecher Joachim Wierlemann weiter und der wusste gleich, wo er die Brasilianer am besten hinschickt: "Ulrichstein ist bundesweit eine Vorzeigekommune in Sachen alternativer Energienutzung". Hier finde man alles, so Wierlemann, von Windkraftanlagen über Photovoltaik bis zur Holzpelletsheizung. Als eine der ersten Kommunen habe Ulrichstein seinerzeit die Bedeutung neuer Energiequellen entdeckt und deren Förderung sehr erfolgreich betrieben.

Das haben andere inzwischen nachgemacht, so empfängt Bürgermeister Erwin Horst demnächst Besucher aus Driedorf, die sich über das Ulrichsteiner Konzept informieren wollen.

Das brasilianische Fernsehteam wurde zunächst durchs Rathaus geführt, und hier stieß die Holzpelletsheizung auf Interesse, mit der Rathaus, Sporthalle, Bürgerhaus, Kindergarten und Schule beheizt werden. Bürgermeister Horst berichtete stolz, dass die 275-kw-Anlage klimaneutral arbeitet. Anschließend ging es noch weiter zu den Windkraftanlagen "auf der Platte".

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