Baustellenbesichtigung an der neuen städtischen Brücke in Kölzenhain. FOTO: AU
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Baustellenbesichtigung an der neuen städtischen Brücke in Kölzenhain. FOTO: AU

Eigenleistung spart Geld

  • vonDieter Graulich
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Ulrichstein-Kölzenhain(au). "Eigenleistung bedeutet fast immer bares Geld." Dies wurde jetzt beim Brückenneubau im Stadtteil Kölzenhain deutlich. Im Zuge der grundhaften Erneuerung der Ortsdurchfahrt im Bereich der Landesstraße 3325 finden neben der Erneuerung der Straßenflächen größere Instandsetzungsarbeiten an den Streitbachbrücken statt. Diese Arbeiten umfassen jeweils den Abbruch und die Erneuerung der Brückenkappen einschließlich der Geländer, des Fahrbahnbelags sowie der Brückenabdichtung. Zudem werden Schadstellen an den freigelegten Brückenüberbauten beseitigt beziehungsweise werden diese komplett erneuert. Die Betonsichtflächen der Brückenunterbauten, das heißt Flügel, Widerlager und Pfeiler, sollen ebenfalls instandgesetzt und mit einem Oberflächenschutz versehen werden.

Bei den Brücken steht jene von der Landesstraße in Richtung Dorfgemeinschaftshaus im Eigentum der Stadt, die damit der Kostenträger ist.

Nach ersten Ermittlungen bezifferte ein Gutachter die Kosten der Erneuerung mit rund 50 000 Euro. Dies erschien der Stadt etwas zu hoch und man suchte nach einer kostengünstigeren Lösung. Das Ergebnis: Die Brücke wird in Eigenleistung durch den Bauhof erstellt. Erste Kostenschätzungen ergaben dabei eine Ersparnis für das Brückenbauwerk von 30 000 Euro. Dabei wurde auch der Umstand genutzt, dass die Streitbachbrücke am Ortseingang aus Richtung Feldkrücken zeitgleich von Hessen Mobil gebaut wurde. Hierdurch ergaben sich günstigere Kosten bei der Lieferung von Baumaterialien wie zum Beispiel Beton.

In Eigenleistung werden vom Bauhof derzeit bereits die Schutzgeländer für die Brücke selbst und den Bachlauf entlang des Streitbaches angefertigt und angebracht.

Bürgermeister Edwin Schneider und Ortsvorsteher Volker Repp wurden vom Bauamtsleiter Lutz Hammerstädt und Bauhofmitarbeiter Sven Ridder über den derzeitigen Stand der Arbeiten informiert. Fazit der Besichtigung: Das Ergebnis der Arbeiten ist sehr gut. Der erste Spatenstich der Gesamtbaumaßnahme erfolgte bereits im März des Vorjahres. Bei der Einteilung der Bauabschnitte wurde ein besonderes Augenmerk darauf gelegt, für Anlieger und Anwohner immer jeweils eine Zufahrtsmöglichkeit gewährleisten zu können. Die Baumaßnahme wurde aufgrund der Art und des Umfangs sowie der geringen Fahrbahnbreite nur unter Vollsperrung umgesetzt. Aller Voraussicht nach bis zum Sommer wird für den überörtlichen Verkehr eine entsprechende Umleitungsstrecke eingerichtet und ausgeschildert.

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