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Der Trinkwasserbrunnen Ulrichstein wird ausgebaut. Dabei wird der Brunnenschacht, der sich unter dem grünen Container links befindet, noch einmal ausgesaugt und verrohrt. Vom Brunnenkopf wird eine Leitung zum Hochbehälter gelegt, bislang liegt dort ein provisorischer Schlauch. FOTO: JOL

Brunnen wird nun ausgebaut

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Ulrichstein(jol). Das lange und mühevolle Kapitel der Suche nach Trinkwasser soll für die Stadt bald beendet sein. Der neue Brunnen wird in den nächsten Monaten ausgebaut - mit dieser Entscheidung der Betriebskommission der Stadtwerke Ulrichstein geht ein steiniger Weg zu Ende, der die Ulrichsteiner Politik über Jahre hinweg beschäftigt hat.

Das teilt Bürgermeister Edwin Schneider mit. Nun werden Nägel mit Köpfen gemacht, der fast 200 Meter tiefe Brunnen liefert so viel Wasser, dass sich der Anschluss lohnt.

Wassermenge reicht aus

Seit Herbst vergangenen Jahres läuft ein Pumpversuch, der rund 3,1 Liter Wasser pro Sekunde nach oben beförderte. Das reicht, um mit der Lieferung von Frischwasser aus dem Brunnen Rebgeshain die Bewohner der Kernstadt zu versorgen. Dafür wird nun der bislang provisorisch gesicherte Schacht mit einer dauerhaften Wand versehen, um in den Dauerbetrieb zu gehen.

Zur Erinnerung: In den vergangenen Jahren wurde Trinkwasser in Ulrichstein immer wieder mal knapp, weil die Schürfquellen in Trockenperioden nicht genug Wasser lieferten. Zudem war es wiederholt verkeimt, Frischwasser musste in Tankwagen herangeschafft werden. Deshalb beschloss das Stadtparlament, mit der innovativen Suchtechnik der Firma retagg eine neue Wasserversorgung zu schaffen. Die Experten des Unternehmens fanden einen Punkt nahe dem Hochbehälter, an dem eine Bohrung erfolgversprechend war. Start der Exploration war im September 2018, zunächst arbeitete man sich bis Herbst 2019 lang mühsam auf 136 Meter Tiefe vor, fand dort aber nicht genug Wasser für den Dauerbetrieb. Erst beim Weiterbohren bis in knapp 200 Meter Tiefe floss hinreichend Wasser nach.

Wasserstand bleibt konstant

Um sicher zu gehen, waren über die Wintermonate hinweg rund 3,1 Liter/Sekunde abgepumpt worden. Erfreuliches Ergebnis ist, dass der Wasserstand konstant bleibt, also genug Wasser im Untergrund nachläuft.

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