Mit einer Bohrung am Hochbehälter Ulrichstein sicherte die Stadt im Sommer 2019 die Wasserversorgung der Kernstadt. Nun wird ausgebaut. ARCHIVFOTO: JOL
+
Mit einer Bohrung am Hochbehälter Ulrichstein sicherte die Stadt im Sommer 2019 die Wasserversorgung der Kernstadt. Nun wird ausgebaut. ARCHIVFOTO: JOL

Brunnen wird nun ausgebaut

  • Joachim Legatis
    vonJoachim Legatis
    schließen

Ulrichstein(jol). Das Großprojekt "Wasserversorgung" für die Kernstadt soll Ende September abgeschlossen sein. Dann ist der neue Brunnen am Hochbehälter ausgebaut und abgedeckt, wie Bürgermeister Edwin Schneider hofft. In der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung teilte der Rathauschef mit, dass die Ausschreibung für die Arbeiten zum Endausbau des Brunnens läuft. Ende März sollen die eingegangenen Angebote geöffnet werden. "Baubeginn soll Anfang Mai sein", die Arbeiten sollen in rund zwölf Wochen abgeschlossen werden.

3,5 Liter Wasser pro Sekunde

Denn nach den Bohrarbeiten bis auf fast 200 Meter Tiefe im vergangenen Jahr wird nun die provisorische Verrohrung gezogen und durch eine dauerhafte Schachtauskleidung ersetzt. Seit Monaten liefert der Brunnen 3,5 Liter Wasser pro Sekunde, das reicht mit der Wasserzufuhr vom Brunnen Rebgeshain aus, die Kernstadt-Bewohner mit dem lebensspendenden Nass zu versorgen. Schneider hofft, dass nach dem Aussaugen der Bohrsohle und nach Einsetzen der Dauerverkleidung mehr Wasser gefördert werden kann.

Die gesamten Ausbauarbeiten werden wohl Ende September abgeschlossen sein. Dann sind auch Brunnenkopf und -haube errichtet und die Leitung zum Hochbehälter gelegt. Bislang werden die Bewohner der Kernstadt aus sechs Schürfquellen versorgt, die relativ oberflächennah liegen. In den letzten Jahren sind die Quellen immer wieder verkeimt, und in Trockenzeiten lieferten sie nicht genug Wasser. Mehrfach musste in trockenen Sommerperioden Wasser in Tankwagen angeliefert werden. Deshalb sei die Suche nach einem Tiefbrunnen notwendig geworden. Mit einer bislang selten genutzten Methode hatte die Firma "retagg" den Ort für eine Bohrung wenige Meter vom Hochbehälter entfernt ermittelt. Seit Herbst 2018 wurde gebohrt, mit dem Ergebnis ist der Bürgermeister nun "weitgehend zufrieden". Die Gesamtkosten für Wassersuche und Bau des Brunnens beziffert er auf etwa 300 000 bis 400 000 Euro.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare