Botschafter-Familie in der Kirche auf Ahnensuche, von links: Haley Emerson, John B. Emerson, Kimberly Emerson, Manfred Hofmann und Taylor Emerson. (Foto: sf)
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Botschafter-Familie in der Kirche auf Ahnensuche, von links: Haley Emerson, John B. Emerson, Kimberly Emerson, Manfred Hofmann und Taylor Emerson. (Foto: sf)

Botschafter-Familie: "Wonderful" Bobenhausen

Ulrichstein-Bobenhausen (sf). Es war eine "ganz geheime Mission", so sagte Pfarrer Manfred Hofmann über eine ungewöhnliche Visite mit viel Aufwand in der Kirche.

Der amerikanische Botschafter John Bonnel Emerson und Familie wollten sich die St. Gangolf Kirche in Bobenhausen ansehen. Groß war der Sicherheitsaufwand für rund 20 Minuten Aufenthalt. US-Botschafter John B. Emerson, Gattin Kimberly sowie die Töchter Taylor und Haley waren auf Spurensuche zur Familiengeschichte gekommen.

Als sie zum Kirchenportal schritten und die alten Linden sahen, waren sie begeistert und fragten nach dem Alter der Bäume. Hofmann meinte, dass sie gut 200 Jahre alt seien. Die Besucher haben deutsche Vorfahren und machten auf ihrer Ahnensuche in Bobenhausen II halt, denn dort haben die Vorfahren von Kimberly vor rund 350 Jahre gelebt. Henrich Prätorius und sein Sohn Johannes, der im Jahre 1663 geboren wurde, sind die Vorfahren und haben dort als Schulmeister und Organist gewirkt.

"Der Kirchenturm stand wohl schon zu deren Lebzeiten", erläuterte Hofmann, "doch die Kirche ist noch nicht so alt". Die Töchter stürmten die Orgel und Haley hieb in die Tasten, während Taylor mit kräftiger Stimme sang. Die Eltern hörten begeistert zu. Hofmann gab noch Informationen über die Kirche und hatte mit den Sicherheitsbeamten, Pressevertretern und Familie Emerson gute Zuhörer.

Seit 2013 haben sie ihren Wohnsitz in Berlin in der Botschaft und seit dieser Zeit hat sich Kimberly Emerson mit ihrer Familiengeschichte beschäftigt. Ansonsten sei ihr Cousin Grand Hayter-Menzies, ein kanadischer Autor, der Ahnenforscher der Familie.

Am Vortag hatte die Familie bereits die Verwandtschaft in Darmstadt besucht, woher Vorfahren von John B. Emerson kommen. Auf dem Weg nach Bobenhausen besuchten sie Schweinsberg. Die Familie Schenk zu Schweinsberg sind nähere Verwandte von Kimberly Emerson. Kimberly sowie John gaben sich ganz natürlich und waren von der Schönheit der Kirche in Bobenhausen ganz entzückt.

Hofmann überreichte dem Botschafterehepaar ein gerahmtes Bild der Kirche in Bobenhausen. Die Gäste sicherten zu, das Bild immer in Ehren zu halten. Das Auswanderermuseum in Bremerhaven wird auch noch Ziel ihrer Ahnenforschung sein.

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