Trinkwassersuche

Es bleibt spannend: Reicht das Wasser für die Ulrichsteiner?

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Nun wird es ernst: Die Bohrung für den neuen Trinkwasserbrunnen am Hochbehälter Ulrichstein ist auf 53,5 Metern Tiefe angelangt und es läuft bereits ein weiterer Pumpversuch.

Seit dem vergangenen Freitag werden zwei Liter Wasser pro Sekunde aus dem Bohrloch nach oben befördert und in einen benachbarten Graben geleitet, wie Bürgermeister Edwin Schneider auf Anfrage der Alsfelder Allgemeinen Zeitung sagte. Er erwartet jetzt noch das Ergebnis der Untersuchung, ob das Wasser ohne Bedenken in die Haushalte geleitet und getrunken werden kann. Wenn das kühle Nass sauber ist, soll es in den nahen Hochbehälter geleitet werden.

Zusammen mit dem Zufluss aus der Schürfquelle wäre dann die Versorgung der Kernstadt-Bewohner mit Trinkwasser wieder gesichert. Um die verschmutzungsanfällige Schürfquelle aber ganz abklemmen zu können, werden fünf Liter pro Sekunde benötigt. Deshalb soll in den nächsten Tagen die Entnahmemenge im Pumpversuch auf drei und später auf fünf Liter erhöht werden. Schneider hofft natürlich darauf, dass alles glatt geht und man nun auf ein hinreichend ergiebiges Wasserprofil gestoßen ist. Aber er ist vorsichtig, denn noch ist nicht gesichert, ob das Wasservorkommen wirklich auf Dauer ergiebig genug ist.

Wie er weiter erläuterte, wurde für den Pumpversuch die Stahlröhre an der Schachtwand auf 42 Meter hochgezogen. Die Pumpe arbeitet in 41 Metern Tiefe. Das Vorgehen ist mit den Geologen der Firma retagg solutions abgestimmt, die auch die Bohrstelle ermittelt haben.

Wie bereits berichtet, setzte man dabei auf das bislang noch wenig erprobte Verfahren zum Aufspüren von tektonischen Störzonen. Das sind Risse im Untergrund, die mit Hilfe von Schwingungen gemessen werden. Dabei geben die Experten der Firma ganz genau vor, wo die Bohrung niedergebracht wird. Denn im Fall der Störzone in Ulrichstein muss ein acht Meter breites Zielgebiet in etwa 55 Metern Tiefe angebohrt werden. Liegt man nur einen Meter daneben, findet man nicht genug oder gar kein Wasser.

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