Gut gerüstet in die Einsatzlagen: Wehrführer Jens Patrick Schmitz (v. l.), Kreisbrandinspektor Dr. Sven Holland, Edwin Schneider, Manfred Görig, Stadtbrandinspektor Andreas Hädicke, stellvertretender Wehrführer Ulrichstein Mitte Arno Dietz sowie Joachim Erbes, stellvertretender Stadtbrandinspektor. FOTO: PM
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Gut gerüstet in die Einsatzlagen: Wehrführer Jens Patrick Schmitz (v. l.), Kreisbrandinspektor Dr. Sven Holland, Edwin Schneider, Manfred Görig, Stadtbrandinspektor Andreas Hädicke, stellvertretender Wehrführer Ulrichstein Mitte Arno Dietz sowie Joachim Erbes, stellvertretender Stadtbrandinspektor. FOTO: PM

Bisher teuerstes Fahrzeug

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Ulrichstein(pm). Der typische Neuwagengeruch dürfte mittlerweile verflogen sein: Das neue Staffellöschfahrzeug 20/25 (StLF), das seit März dieses Jahres in der Wache der Freiwilligen Feuerwehr Ulrichstein steht, hat schon ein paar Einsatzstunden gesammelt. Nun übergab Landrat Manfred Görig (SPD) der Stadt Ulrichstein einen Bewilligungsbescheid in Höhe von 20 000 Euro, um die Finanzierung der Anschaffung zu unterstützen.

"Neue Ausrüstung ist für alle Beteiligten eine spannende Angelegenheit, aber immer auch mit viel Vorarbeit verbunden", sagt Landrat Görig bei der Übergabe des Bescheids.

"Denn Ausstattung, die genau auf die Aufgaben und Wünsche der einzelnen Wehr abgestimmt ist, gibt es nicht von der Stange", führt er weiter aus. Große Anerkennung gebühre daher der Arbeitsgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Ulrichstein, die gemeinsam mit der Gemeinde und dem Hersteller die Zusammenstellung der Ausrüstung federführend betreut habe. "Eine überlegte Abstimmung, die bei Löscheinsätzen oder Einsätzen, bei denen technische Hilfe gefordert ist, akkurat passt und den Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde und des Landkreises zugutekommt", sagt Görig und bringt seine wertschätzende Verbundenheit zur Arbeit der Feuerwehrkameradinnen und -kameraden zum Ausdruck.

Das neue Löschfahrzeug ersetzt zwei Fahrzeuge der Ulrichsteiner Wehr: Ein Rüstwagen 1 und ein Tanklöschfahrzeug (TLF 16/25), das im Alter von fast 30 Jahren genug Einsatzstunden "auf dem Buckel" hat.

Zunehmende Reparaturkosten und die Gewährleistung der Einsatzfähigkeit machten eine Neuanschaffung nötig. Bis im Herbst die Waldbrandgefahr gesunken ist, soll das TLF noch als zusätzliche Löschwasserreserve vorgehalten werden.

Der Rüstwagen 1 (RW 1) hat die Fahrzeughalle bereits verlassen - lediglich Teile der Ausrüstung wurden in das neue Fahrzeug übernommen. Der RW 1 wurde 1979 in Dienst gestellt und machte nun bei der Feuerwehr mit überörtlichen Aufgaben Platz für die Stationierung eines neuen Fahrzeuges. "Das neue StLF konnte die Freiwillige Feuerwehr Ulrichstein schließlich nach dreijähriger Planungs- und Bauzeit beim Hersteller abholen", berichtet Stadtbrandinspektor Andreas Hädicke.

Seit dem Jahr 2014 ist die Beschaffung eines neuen Fahrzeugs im Bedarfs- und Entwicklungsplan der Stadt Ulrichstein vorgesehen.

Zwei Jahre später wurde dann ein entsprechender Förderantrag beim Vogelsbergkreis gestellt, der im Jahr darauf bewilligt wurde.

Ausgeliefert wurde das neue StLF dann im Frühjahr dieses Jahres, auch mit finanzieller Unterstützung des Landes Hessen, das 70 000 Euro beisteuert. "Insgesamt kostet die Anschaffung des neuen StLF 325 000 Euro - eine stattliche Summe und das bisher teuerste Fahrzeug, dass die Stadt Ulrichstein angeschafft hat", sagt Bürgermeister Edwin Schneider.

Zum einen hoffe er auf mehr Sicherheit für die Bürger, zum anderen auf "viel Freude mit dem neuen Fahrzeug bei den Feuerwehrleuten und zahlreichen begeisterten Feuerwehrnachwuchs", fügt er an.

Auch der Bürgermeister dankte der Arbeitsgruppe, die in vielen Stunden der Aufbaubesprechung ein durchdachtes und schlagkräftiges Einsatzfahrzeug zusammengestellt hat.

"Die Gefahrenabwehr muss sich ständig wechselnden Anforderungen stellen. Ob erhöhte Waldbrandgefahr durch fehlende Niederschläge, längere Schlauchstrecken oder Starkregenereignisse - universell einsetzbare Einheiten und Fahrzeuge schaffen auch im überregionalen Rahmen den wichtigen Schutz der Bevölkerung", stellt Landrat Görig klar und wünscht den Kameradinnen und Kameraden für all ihre Einsatzfahrten viel Glück und gutes Gelingen.

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