Im Vogelsberggarten in Ulrichstein tut sich einiges, obwohl er derzeit für Besucher nur begrenzt öffnen kann. FOTO: BIRGITTA MÖLLERMANN
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Im Vogelsberggarten in Ulrichstein tut sich einiges, obwohl er derzeit für Besucher nur begrenzt öffnen kann. FOTO: BIRGITTA MÖLLERMANN

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Ulrichstein(pm). Im Frühjahr brachte Ernst Happel, der "Gründervater" des Vogelsberggartens, seine ersten Pflanzen-Nachzuchten nach Ulrichstein hinauf. Als Blumen für heimische Gärten werden sie seit Mitte Mai immer wieder an Privatleute gegen eine Spende abgegeben. Darunter sind hauptsächlich Futterpflanzen für Bienen und Schmetterlinge, zum Beispiel Mariendistel, Bartnelke, Nieswurz, Katzenminze, Garten- und Weisensalbei und viele andere mehr. "Seitdem der Vogelsberggarten immer bekannter und damit erfreulicherweise das Besucheraufkommen höher wird, sind inzwischen oft Verunreinigungen auf dem Gelände zu finden", musste Richard Golle jedoch bemerken. "Ob Zigarettenkippen, Papier oder Hinterlassenschaften von Hunden - man sollte eigentlich wissen, dass so etwas schädlich für die Natur ist."

Wie immer im Sommer wurde Mitte Juli zu dem jährlichen Aktionstag auf den Schlossberg eingeladen. An einem Samstag freute man sich über viele freiwillige Helfer. Mit gehörigem Corona-Abstand ging es für zwei Stunden auf die Pirsch nach dem Jakobskreuzkraut, das für manche Tiere giftig ist.

Zum Dank für ihre Mitarbeit wurden die Teilnehmer abschließend zu einer lockeren und informativen Gespächsrunde bei Kaffee und Kuchen eingeladen. Das Ziel der gemeinsamen Aktion ist es, über das Jakobskreuzkraut (lat. Senecio jacobaea) zu informieren und es zurückzudrängen, bevor es sich nach der Blüte unkontrolliert ausbreitet.

Noch keine offenen Führungen

Der Förderverein freut sich immer über Unterstützung, auch in Form von Spenden. Für das Kleingeld wurden auf dem Gelände abschließbare Säulen aufgestellt. Weiterhin kann man jederzeit Mitglied werden sowie auch als Pate im Vogelsberggarten mithelfen. Für neue Projekte plant man zudem, in der nächsten Zeit Sponsoren anzusprechen, weil im kommenden Jahr der Vogelsberggarten sein 20-jähriges Bestehen feiert.

Bislang werden wegen der Corona-Pandemie noch keine offenen Führungen auf dem Ulrichsteiner Schlossberg angeboten. Allerdings sind botanische Rundgänge für Gruppen bereits buchbar. Eine zweistündige Führung mit bis zu 15 Teilnehmern gibt es zum Naturpark-Tarif für insgesamt 50 Euro. Neun naturinteressierte Paten unterstützen zurzeit regelmäßig die Arbeit im Vogelsberggarten. Einmal in der Woche treffen sie sich während der Saison für bis zu drei Stunden auf dem Schlossberg zur Gartenarbeit. Aufgrund der Corona-Beschränkungen beschäftigen sie sich im Moment maximal zu dritt an den Beeten und bei den Abschlussbesprechungen achten sie ebenfalls auf den richtigen Abstand.Alle Paten haben per Vereinbarung ein Stimmrecht als Ehrenmitglied im "Verein der Freunde und Förderer des Vogelsberggartens". Zusätzlich bekommen sie als Anerkennung für ihre Hilfe bei der Pflege der Themenbeete eine Zehnerkarte für das örtliche Badebiotop. Weiterhin können sie kostenfrei am jährlichen Tagesausflug des Teams teilnehmen, der in diesem Jahr vorerst jedoch nicht stattfinden kann.

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