Über ein rotes und ein blaues Auge berichtet Karl-Wilhelm Becker in Mundart. FOTO: AU
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Über ein rotes und ein blaues Auge berichtet Karl-Wilhelm Becker in Mundart. FOTO: AU

"Alle Zimmer im Haus heizen"

  • vonDieter Graulich
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Ulrichstein-Ober-Seibertenrod(au). Der erste Seniorennachmittag des neuen Jahres beim Seniorenclub Ulrichstein fand im Dorfgemeinschaftshaus Ober-Seibertenrod statt. Über 50 Senioren waren zu den sehr interessanten Vorträgen gekommen. Der Nachmittag wurde durch eine Andacht von Pfarrer Dr. Detlef Metz eingeleitet. Im Anschluss referierte Energieberater Roland Kolb über "Schimmel in Wohngebäuden".

Kolb zeigte, wie wichtig es ist, dass alle Zimmer im Haus geheizt werden, und dass für ausreichenden Luftaustausch gesorgt wird. Ebenso sei es wichtig, dass Möbel im Bereich zu den Außenwänden keinen direkten Kontakt mit den Wänden haben sollten, da dann wegen Kältebrücken mit Schimmel zu rechnen ist. Der Referent verwies auf einen Mindestabstand von fünf Zentimetern.

Die Stadt Ulrichstein ist seit einem Jahr Klimakommune des Landes Hessen. In diesem Zusammenhang werden auch Energieberatungen im Rathaus angeboten, die von den Bürgern genutzt werden können. Danach stellten sich Petra Blank und Michael Merschrod vor. Die beiden gehören zur Fachstelle "Prävention im Alter" des Vogelsbergkreises, früher "Gemeindeschwester 2.0". "Wir sind keine Gemeindeschwestern im medizinisch-pflegerischen Sinn", erklärten Blank und Merschrod. Sie seien zwar gelernte Pflegefachkräfte, doch im Projekt möchte sie eher verstanden werden als "welche, die sich kümmern, die in schwierigen Lebenssituationen unterstützen und die auch passende Hilfsangebote weiter vermitteln können".

Der Begriff "Gemeindeschwester" könne leicht missverstanden werden, das erleben die beiden Vortragenden öfter. "Wir möchten dafür sorgen, dass die älteren Menschen möglichst lange, selbstständig, gesund und zufrieden in ihrem eigenen Zuhause leben können". Zusammen mit ihrer Kollegin Marcelina Vorwerk steht die Fachstelle im Landratsamt unter der Telefonnummer 0 66 41/9 77-1 78 für das kostenfreie Beratungsangebot bereit.

Dialekte mit Humor präsentiert

Vor und nach dem gemütlichen Kaffeetrinken wurden die Senioren von Karl-Wilhelm Becker unterhalten. Der aus Kirtorf stammende Becker präsentierte sehr anschaulich und humorvoll die verschiedenen Dialekte im Vogelsberg. Beispielsweise hatte er einen "Humus-Eimer" mitgebracht. In diesem hatte er allerdings keine Erde mitgebracht, sondern "alles, was man so haben muss". Er berichtet auch über ein rotes Auge. "Der Kärdärfer hot e root Oag", sagt der Lehrbacher zum Kirtorfer. "Worim host du da e ruut Aag?"

Die Auflösung war, dass der Kirtorfer Schrotstaub ins Auge bekommen hatte.

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