Beim "Tag der Artenvielfalt" können die Teilnehmer unter anderem eine Frühe Heidelibelle anschauen.
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Beim »Tag der Artenvielfalt« können die Teilnehmer unter anderem eine Frühe Heidelibelle anschauen.

Über 100 Arten am Zettl-Teich

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Mücke (pm). Über rund 100 entdeckte Arten freuten sich die Teilnehmer am »Tag der Artenvielfalt«, der in diesem Jahr Pflanzen und Tiere des Zettl-Teiches in Merlau zum Ziel hatte. Vor allem in der Botanik, da sind sich die Experten einig, könnte mit etwas mehr Zeit das Ergebnis noch wesentlich höher ausfallen. Von der gut funktionierenden »Symbiose« zwischen Fischereiclub Nieder-Ohmen und NABU Wettsaasen profitierte die gut besuchte Veranstaltung.

In dem von den Anglern zur Verfügung gestellten Pavillon konnten sich die knapp 30 Teilnehmer auf Schautafeln über die im Teich lebenden Fischarten informieren. Vom Vorstand des Fischereiclubs beantworteten Johannes Martin Horst sowie Sascha Becker und Jens Schneidmüller-Hanl mit viel Fachwissen aufkommende Fragen über die Fische und deren Eigenarten. Auf den Tischen türmten sich Bestimmungsbücher und allerlei Gefäße, die vor allem von den Jugendlichen mit Begeisterung gefüllt wurden. Mit Keschern und Sieben bewaffnet, sammelten sie Pflanzen, Insekten und Käfer, die von Annette König, Paul Walter Löhr und Lothar Kalok buchstäblich unter die Lupe genommen wurden. Winzige Larven, Wanzen und Wasserskorpione konnten in aller Ruhe betrachtet und untersucht werden. Wunderschöne Libellen wie die Blauflügelige Prachtlibelle oder die Frühe Heidelibelle wurden beobachtet und anhand winziger Merkmale zugeordnet.

Begleitet von einigen Naturschützern, umrundete Olaf Kühnapfel den Teich mit besonderem Augenmerk auf die Vogelwelt. Viel Vergnügen hatten die Teilnehmer an einer Blessralle, die ihre Jungtiere fütterte. Ein Eisvogelpaar überflog mehrfach das Gewässer, an dessen Ufer einige Graureiher das Treiben aus der Ferne beobachteten. Über die Sichtung des sehr seltenen Wespenbussards freute sich die Gruppe besonders.

Botanikexperte Florian Gerken fielen etliche eingewanderte Arten wie Essigbaum und Japanischer Flügelknöterich auf, doch auch heimische Pflanzen wie Wasserknöterich, Flussampfer und die Gewöhnliche Sumpfbinse waren im Uferbereich zu finden.

Bei dem emsigen Treiben kamen Hunger und Durst gar nicht erst auf, denn es standen Kaffee, Kuchen und kühle Getränke zur Verfügung. Zum Abschluss gab es Würstchen vom Grill. Alle Beteiligten waren sich einig, dass diese konstruktive Zusammenarbeit in Zukunft, vielleicht an einem anderen Gewässer, wiederholt werden sollte.

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