Über 8000 Euro für die Feuerwehr

  • vonPhilipp Weitzel
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Romrod(pwr). Über 8000 Euro hat der Förderverein der Feuerwehr im Jahr 2019 an die Stadt Romrod gespendet. Rettungsgeräte für Verkehrsunfälle, Hilfsmittel bei Wohnungsbränden oder Werkzeuge zur Wartung von Einsatzgeräten finanzierte der 275-köpfige Verein, wie bei der Hauptversammlung bekannt wurde.

Der ausführliche Jahresbericht des Engagements erreichte den Magistrat der Stadt an diesem Abend jedoch nicht, ein Vertreter war nicht anwesend. Lob brachte Ortsvorsteher Hauke Schmehl den Ehrenamtliche entgegen.

Stadtbrandinspektor Oliver Rabe sprach von einer knappen Haushaltskasse der Stadt, auch deswegen dankte er für die finanzielle Unterstützung des Fördervereins.

Vorsitzender Reinhold Weitzel resümierte die Aktivitäten zur Förderung des Brandschutzwesens, darunter eine Werbung beim Schlossfest. Den Zusammenhalt der Einsatzkräfte unterstützte der Verein bei einem Besuch der Partnerfeuerwehr in Wechmar und dem DRK-Schlachtfest in Mücke. Eine besondere Investition in Höhe von 2500 Euro verzeichnete der Verein für Werkzeuge zur Wartung der Feuerwehrfahrzeuge.

Wehrführer Heiko Heilbronn dankte dem Förderverein und berichtete von 26 Alarmen mit insgesamt 207 Einsatzstunden. Die 35 Feuerwehrleute absolvierten 18 Übungseinsätze und brachten 77 Stunden für Gerätewartung auf. Es gab 14 Lehrgänge, darunter zwölf an der Landesfeuerwehrschule. Drei neue Aktive wurden in die Einsatzabteilung aufgenommen.

Der Wehrführer berichtete von vielen Einsätzen zur Unterstützung des Rettungsdienstes, bei dem die Feuerwehrleute oft vor den Sanitätern eintrafen. "Diesem Umstand geschuldet, haben wir uns verstärkt der Ersten Hilfe gewidmet und Feuerwehr-Sanitäter ausgebildet", berichtete Wehrführer Heiko Heilbronn. Zeitgemäß bezeichnete er die Investition der Stadt in ein neues Löschfahrzeug, dem entgegen stellte nicht nur der Wehrführer mehrere Mängel am Feuerwehrhaus fest. Der technische Prüfdienst des Landes ordnete im Frühjahr 2019 unverzüglichen Handlungsbedarf an, der Mangel sei aber bisher nicht abgestellt wurde. So fehlen an dem Gebäude aus dem vorigen Jahrhundert geschlechtergetrennte Umkleiden und eine Notstromeinspeisung, zudem werden die Stellplatzgrößen und die Torausfahrten für die Einsatzfahrzeuge nur als ausreichend bezeichnet. Weitere Mängel wurden bei der Feuerwehrausfahrt, der Raumbelüftung zur Vermeidung von Abgasen und den Parkplätzen festgestellt. Kritik gab es auch am 28 Jahre alten Löschgruppenfahrzeug, auf dem kein Atemschutzgerät verladen ist. Trotz dieser Mängel leisteten die Feuerwehrleute unter anderem bei einer lichterloh brennenden Limousine in der Stadtmitte, einer Kollision der Vogelsbergbahn mit einem umgestürzten Baum, einer Leck geschlagenen Gasleitung und einem ausgedehnten Brand im ehemaligen Landhotel schnelle Hilfe.

Jugendfeuerwehrwart Stefan Bing berichtete von zwölf Mädchen und Jungen. Es seien montags 87 Stunden feuerwehrtechnische Ausbildung unternommen worden.

Präsente wurden an Sophie Gemmer, Carmen Krautwurst, Thomas Perleth, Manuel Gemmer, Mirco Köhler, Heiko Heilbronn, Bernd Schmidt und Philipp Weitzel für besonderes Engagement verliehen.

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