Erster Kreisbeigeordneter Jens Mischak (l.) und Bürgermeister Andreas Sommer (r.) stattete der "Praxis an der Ohm" einen Besuch ab. Stipendiat Moritz Schneider (2.v.r.) absolvierte dort ein Praktikum. Susanne Sommer, Fachärztin für Allgemeinmedizin, bot ihm einen Praktikumsplatz. FOTO: PM
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Erster Kreisbeigeordneter Jens Mischak (l.) und Bürgermeister Andreas Sommer (r.) stattete der "Praxis an der Ohm" einen Besuch ab. Stipendiat Moritz Schneider (2.v.r.) absolvierte dort ein Praktikum. Susanne Sommer, Fachärztin für Allgemeinmedizin, bot ihm einen Praktikumsplatz. FOTO: PM

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Moritz Schneider aus Nidda startet in sein zweites Stipendiaten-Jahr - und ist begeistert vom Hausarztberuf. Er erhält im Rahmen des Stipendiums "medizin+" monatlich 400 Euro und hat sich verpflichtet, nach seiner Facharztausbildung drei Jahre im Vogelsbergkreis zu arbeiten.

In der "Praxis an der Ohm" in Mücke-Ruppertenrod absolvierte der angehende Mediziner Moritz Schneider einen Teil seiner Ausbildung. Erster Kreisbeigeordneter und Gesundheitsdezernent Jens Mischak (CDU) stattete dem "medizin+-Stipendiaten" in der Praxis von Susanne Sommer, Dr. Mehriar Aliakbari und Christian Wulsch, allesamt Fachärzte für Allgemeinmedizin, in der Ruppertenröder Praxis dieser Tage einen einen Besuch ab. Auch Andreas Sommer, Bürgermeister der Gemeinde Mücke, begrüßt den jungen Stipendiaten.

"Seit 2016 läuft das Stipendienprogramm ›medizin+" im Vogelsbergkreis und bietet momentan sechs Medizinstudenten beste Voraussetzungen für die Ausbildung", sagt Mischak. "Zum ersten Mal habe ich nun auch die Möglichkeit, einen Stipendiaten in der Praxis zu besuchen - schön zu sehen, dass Menschen am Anfang ihrer beruflichen Entwicklung den Weg in Landarztpraxen finden."

Moritz Schneider, der ins siebte Semester startet, ist nun im zweiten Stipendiaten-Jahr und genießt seine Zeit in der Landärztepraxis. "Ich habe das bestmögliche Praktikum gefunden", sagt der angehende Mediziner, kurz nachdem er eine Hausbesuche-Tour beendet hatte. "Denn im Prinzip lerne ich drei verschiedene Praktikumsstellen kennen. Jede Ärztin und jeder Arzt hat zum Beispiel bei der Behandlung oder dem Umgang mit Patienten seine eigene Herangehensweise - das ist sehr interessant." Er habe gezielt nach Praxen gesucht, die etwas breiter aufgestellt seien, um mehr Impulse mitnehmen zu können, fügt er an. Einen Teil seiner praktischen Ausbildung hat Schneider, der in Frankfurt studiert, in einem Krankenhaus in Offenbach absolviert. "Dort ist man eine Nummer, im Vergleich zu einer Landarzt-Praxis ist das ein deutlicher Kontrast. Alles ist offener, angenehmer und man geht respektvoll miteinander um", berichtet der Medizin-Student von seinen Erfahrungen.

In den Alltag der "Praxis an der Ohm" war Schneider intensiv eingebunden. Er begleitete das Ärzteteam auf Hausbesuchen, war bei Patientengesprächen dabei und bereitete medizinische Check-ups vor. Alle zwei Stunden wechselte er von Arzt zu Arzt und lernte so viel vom Landarzt-Tagesgeschäft kennen.

Dieses ist stark geprägt vom engen persönlichen Kontakt. "Viele Familien kennt man seit Jahren, begleitet Großeltern, Eltern und Kinder - das ist ein ganz besonderes Patientenverhältnis", fügt Susanne Sommer an - auch für Moritz Schneider ein positiver Aspekt des Landarzt-Lebens.

Der angehende Mediziner hat seine Passion gefunden, er möchte die Facharztausbildung zum Allgemeinmediziner machen. Als nächsten Schritt plant er dann als angestellter Facharzt den Weg in eine Praxis. "Ich möchte auch die Dinge jenseits des Umgangs mit Patienten lernen. Denn im Studium lernt man wenig über betriebswirtschaftliche Aspekte oder das Führen einer Praxis. Ich möchte gut vorbereitet starten", sagt Schneider.

Als Facharzt für Allgemeinmedizin wird sich Schneider im Vogelsbergkreis eine Stelle suchen. "Das medizin+-Stipendium des Vogelsbergkreises ist ein weiterer Faktor, junge Medizinerinnen und Mediziner in unsere Region zu holen und ihnen hier gute Bedingungen zu bereiten", sagt der Erste Kreisbeigeordnete und wirbt für weitere Bewerberinnen und Bewerber: "Für die kommende Stipendien-Runde sind noch Plätze frei - finanzielle Hilfe und der Aufbau eines lohnenswerten Netzwerks bieten beste Bedingungen für eine erfolgreiche berufliche Zukunft", betont Mischak.

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