Wirtschaftsdezernent Jens Mischak (l.) lässt sich von Helmut Driessen, Geschäftsführer der Schlitzer Leinen-Industrie Driessen eine der großen Maschinen in der Weberei erklären. FOTO: PM
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Wirtschaftsdezernent Jens Mischak (l.) lässt sich von Helmut Driessen, Geschäftsführer der Schlitzer Leinen-Industrie Driessen eine der großen Maschinen in der Weberei erklären. FOTO: PM

Tradition trifft auf Moderne

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Es sind ganz normale Dinge des Alltags: Bettwäsche und Geschirrtücher. Aber sind können etwas Besonderes sein, wenn sie nach hohen Maßstäben und dann auch noch im Vogelsbergkreis hergestellt werden. Darüber informierte sich Kreiswirtschafts- dezernent Jens Mischak während eines Betriebs- besuchs bei der Schlitzer Leinen-Industrie Driessen.

Die Stadt Schlitz ist etwas Besonderes. So weist sie seit einigen Tagen wieder die größte Adventskerze auf, dort ist die Landesmusikakademie beheimatet, und es gibt in dem malerischen Städtchen gleich zwei Leinenwebereien. Ansonsten sind solche Betriebe deutschlandweit so gut wie nicht mehr zu finden. Wirtschaftsdezernent Jens Mischak (CDU) hat jetzt die Schlitzer Leinen-Industrie Driessen besucht und hat nicht schlecht gestaunt, wie er Geschäftsführer Helmut Driessen erklärte: "Ich bin überrascht, wie vielfältig Ihre Produkte sind und es beeindruckt mich, dass Sie es schaffen, traditionelle Handwerkskunst, moderne Trends und Innovationen miteinander zu verbinden."

Seit ihrer Gründung im Jahr 1933 fertigt die Schlitzer Leinen-Industrie Driessen GmbH & Co. KG hochwertige Textilien für den Haushalt. Zum Kernsortiment des familiengeführten Unternehmens gehören feine Bettwäsche, edle Tischwäsche und Geschirr- sowie Gläsertücher. Im Mittelpunkt steht dabei das Naturmaterial Leinen. "Seit mehr als 30 Jahren produzieren wir zudem hochwertige Stoffe für Vertikallamellen, Flächenvorhänge, Rollos oder Raffrollos", erklärt Helmut Driessen, Geschäftsführer der Schlitzer Leinen-Industrie, Dr. Mischak während seines Besuch in Schlitz. "Dabei nutzen wir Garne aus Naturfasern, Polyester, Polypropylen und Mischgarne." Auch dem Traditions- unternehmen Driessen setzt die Corona-Pandemie spürbar zu: "Wir mussten Kurzarbeit anmelden und haben große Umsatzeinbußen zu beklagen", berichtet Driessen.

Neue Bettwäsche in der Pandemie

Kurz vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie sah es noch deutlich besser aus: "Wir haben die Gemäldegalerie ›Alte Meister‹ in Dresden komplett mit Stoffen bestückt. Ein sehr großer und ganz besonderer Auftrag, der zudem außerordentlich anspruchsvoll war", berichtet Driessen strahlend. "Wir waren auch zu der feierlichen Wiedereröffnung Ende Februar eingeladen - das war ein tolles Erlebnis, das man so schnell nicht vergisst."

Doch dann kam Corona. "Zugute kommt uns jetzt in dieser schwierigen Zeit, dass wir uns mit unserem Sortiment sehr breit aufgestellt und uns nicht ausschließlich auf einen Bereich fokussiert haben", erklärt der Diplom-Ingenieur. Positiv aufgefallen sei, dass zurzeit mehr Leinen-Bettwäsche verkauft würde. "Wir merken schon, dass die Menschen gar nicht oder nur kurz in den Urlaub fahren und sich stattdessen dafür entscheiden, das Geld für hochwertige Bettwäsche auszugeben. Auch unser Fabrikverkauf, der dienstags und donnerstags sowie jeden ersten und dritten Samstag im Monat geöffnet ist, läuft zurzeit besser als die übrigen Bereiche. Die Menschen haben vielleicht aktuell etwas mehr Zeit und können sich ihren Hobbys - wie beispielsweise dem Nähen - widmen", vermutet Driessen.

Die Schlitzer Leinen-Industrie versucht, immer neue Wege zu gehen. So hatte sich das Unternehmen beispielsweise mit besonderen Stücken beworben, um das Logo "Vogelsberg Original" nutzen zu dürfen. Mit diesem Logo unterstützt der Vogelsbergkreis Produzenten aus allen Branchen, die einen Mehrwert für ihren Landkreis, ihre Stadt oder ihr Dorf schaffen.

Eine Jury hat die Schlitzer Leinen-Industrie ausgezeichnet, sodass Dezernent Mischak während seines Besuchs das Logo mitbringen und weiterreichen konnte.

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