Todesfalle für Insekten

  • VonRedaktion
    schließen

Mücke (pm). Vielen Menschen ist das Thema Lichtverschmutzung als Aspekt des Naturschutzes nicht bekannt. In diesem Jahr haben die Mücker Grünen das Thema aufgegriffen, da es nicht nur für Sternenbeobachter ein Hindernis darstellt, »sondern auf vielfältige Weise die Natur, insbesondere das Navigationssystem der Insekten stark negativ beeinflusst.«

Lange Zeit wurde die Nacht als schützenswerte Umgebung vernachlässigt: in der Stadt- und Landschaftsplanung, in der Ortsgestaltung und beim Naturschutz und Erhalt der Biodiversität.

Nächte werden immer heller

Durch die gestiegene Leistungsfähigkeit der Leuchtmittel (LED) werden die Nächte immer heller und dies nicht ohne Folgen. Schließlich bestimmt der Wechsel von Hell und Dunkel den Rhythmus allen Lebens und Unterbrechungen haben vielfältige Auswirkungen. Insbesondere die sehr lichtempfindlichen Arten, die die Mehrheit der Arten stellen, sind durch das Übermaß an Licht bedroht.

Nicht umsonst wurde Kunstlicht in dem im Bundestag verabschiedeten Insektenschutzgesetz als Tatbestandsmerkmal aufgenommen. Die Veranstaltung soll die Teilnehmer auf die Nacht als schutzbedürftigen Raum aufmerksam machen und Bürgerbelange aber nicht vernachlässigen. Es werden neben den Auswirkungen des Verlusts der Nacht auch die Anforderungen an eine umweltverträglichere Beleuchtung sowie Handlungsebenen mit Beispielen im technischen, planerischen und gestalterischen Bereich sowie die rechtlichen Anforderungen und Möglichkeiten im Bereich der Genehmigungsverfahren vorgestellt.

Um das Thema zu vertiefen wurde als Referentin Sabine Frank, vom Sternenpark im Unesco-Biosphärenreservat Rhön, Landkreis Fulda und Sternenführerin im Verein Sternenpark Rhön gewonnen. Sabine Frank werde »mit humorvoller Art und ihrem professionellem Wissen« durch diesen Abend führen.

Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 21. Oktober, von 19 bis 21 im Maxi Autohof Mücke, Gottesrain 2, Rittersaal statt, (direkt an der Abfahrt A5 Mücke) Zutritt: geimpft, genesen oder negativer Test. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. Bei klarer Sicht können nach der Veranstaltung die vor Ort sichtbaren Sterne am Nachthimmel erläutert werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare