Die Siegerkuh alt der Rasse Schwarzbunt kommt mit "SEI Klassik" vom Betrieb Seipel/Stumpertenrod. FOTO: AU
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Die Siegerkuh alt der Rasse Schwarzbunt kommt mit "SEI Klassik" vom Betrieb Seipel/Stumpertenrod. FOTO: AU

Teuerstes Tier bringt 21 000 Euro

  • vonDieter Graulich
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Alsfeld(au). Die Sensation war perfekt: Mit der Fleckviehkuh "Estella" stellte die Uwe und Mark Habermehl GbR aus Allmenrod bei der Qnetics-Veranstaltung "Zukunft Rind 2020" in der Hessenhalle am Wochenende den Hessen-Champion der Zweinutzungsrassen. Aber damit nicht genug: Vogelsberger Topgenetik war auch beim Champion der Milchrasse dabei, denn die Siegerin "SEI Katy" der Karl und Florian Viering GbR aus Bad Arolsen-Landau kommt aus dem Betrieb Seipel in Stumpertenrod. Am 25. November wechselte die Deutsche Holsteins Rotbunte Kuh bei einer Auktion in Lingen im Emsland dann den Besitzer.

Seit einigen Jahren werden im Rahmen der Schau zwei "Hessen-Champions" gekürt, zum einen der traditionelle "Champion Milchrassen" und zum anderen den Titel "Champion Zweinutzungsrassen". Bei den Milchrassen wechseln sich die Rassen Deutsche Holsteins Schwarzbunt und Rotbunt meist ab. Lediglich 2012 hatte es mit der Wahl der damals knapp vierjährigen "Kendra" der Rasse Jersey zum "Hessen-Champion" eine Sensation gegeben.

Für den "Champion-Milchrassen 2020" gab es neben der Schärpe noch einen Geldpreis von je 500 Euro der VR Bank Hessenland und der tierärztlichen Praxis Dr. Czipri. Neben der Schärpe "Champion Zweinutzungsrassen 2020" gab es auch für die Habermehl GbR einen 500 Euro-Scheck von der VR Bank Hessenland.

Die von Qnetics und dem Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen ausgerichtete Rinderschau "Zukunft Rind 2020" zeigte wieder ein beeindruckendes Leistungsbild der organisierten hessisch-thüringischen Rinderzucht und gleichzeitig eine wichtige Standortbestimmung für die heimischen Züchter.

Knapp 50 Züchter, davon acht aus dem Vogelsberg und zwei aus der Rhön, hatten insgesamt über 200 Tiere aufgetrieben.

Preise addieren sich auf 165 800 Euro

Für die heimischen Züchter war die Schau sehr erfolgreich. So stellte der Zuchtbetrieb Uwe und Mark Habermehl GbR (Allmenrod) mit "Estella" nicht nur den Champion der Zweinutzungsrassen, sondern auch mit "Tantche" die beste Dauerleistungskuh, mit "Totschi" die Reserve-Siegerkuh jung und mit "Teshi P" die beste Euterkuh jung, alle in der Rasse Fleckvieh.

Die Siegerkuh alt der Rasse Schwarzbunt kam mit "SEI Klassik" vom Betrieb Seipel/Stumpertenrod, und die Henning und Nadja Caspar GbR aus Heimertshausen stellte mit "Dorin" die beste Dauerleistungskuh Schwarzbunt. Beide Betriebe erhielten noch weitere gute Platzierungen, wie auch Michael Semmler/Stumperterod, die Euler GbR Nieder-Breidenbach, Boss, Feick, Euler GbR/Maar, Peter GbR/Schwabenrod und Paul Wies/Ober-Moos.

Aus dem Raum Fulda war nur der Betrieb Frank Hofmann (Gersfeld) mit der Rasse Fleckvieh vertreten. Dank für die jahrelange Zuchtarbeit gab es für die Züchter bei der Siegerehrung von Dr. Naiba Allahverdiyeva vom Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Die Veranstaltung "Zukunft Rind" in der Hessenhalle sei ein bedeutender Termin bei allen Milchviehhaltern in Hessen, Deutschland und sogar in europäischen Nachbarländern. Eine gute Milchviehhaltung sei wichtig für die Herstellung hochwertiger und qualitativer Lebensmittel, betonte sie. Zusammen mit den jeweiligen Spendern überreichte sie abschließend die Ehrenpreise.

Auch die Sonderkollektion von "Zukunft Rind 2020" machte bei der abschließenden Auktion ihrem Namen alle Ehre. 30 von 33 vorgestellten Tieren wurden zu einem Gesamtpreis von 165 800 Euro versteigert. Topseller war "SPH Alberta" von Jochen Geisel/Niedergrenzebach, die für 21 000 Euro in die Niederlande verkauft wurde. Interessenten waren aus dem ganzen Bundesgebiet und dem angrenzenden europäischen Ausland, wie zum Beispiel den Niederlanden, Frankreich, England, Dänemark, Schweiz und Österreich, gekommen.

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