1. Gießener Allgemeine
  2. Vogelsbergkreis

Tagsüber informieren und abends tanzen

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Dieter Graulich

Kommentare

U_Senioren_Wanderung_Hei_4c
Die Senioren aus Lautertal und Ulrichstein in der Lüneburger Heide © Dieter Graulich

Lautertal/Ulrichstein (au). Endlich war es jetzt so weit: Die Senioren aus Lautertal und Ulrichstein konnten ihre durch Corona verschobene Mehrtagesfahrt in die Lüneburger Heide aus dem Vorjahr nachholen. Die Bürgermeister Dieter Schäfer und Edwin Schneider, mit ihren Frauen Cornelia Kraft und Elke Schneider, begaben sich mit 55 geimpften Mitreisenden auf die fünftägige Reise in den Norden.

Die Reisenden setzten sich in diesem Jahr sogar aus acht Städten und Gemeinden zusammen: Homberg, Gießen, Ginsheim-Gustavsburg, Ulrichstein, Grebenhain, Feldatal, Mücke und Lautertal.

Das Wetter spielte erfreulicherweise an allen Tagen mit, und so konnte bereits bei der Anfahrt nach Fintel ein Stopp in Schneverdingen eingelegt werden. Durch den regennassen Sommer blüht die Heide in diesem Jahr zwei bis drei Wochen später als üblich, was im Heidegarten mit den leuchtenden Farben bewundert werden konnte. Die Reisegruppe stattete auch der Eine-Welt-Kirche in der Gemeinde einen Besuch ab. Dies ist eine Kirche im südöstlichen Stadtgebiet von Schneverdingen, die 1999 im Rahmen eines dezentralen Projektes der Expo 2000 in Holzbauweise errichtet wurde. Das Hotel in Fintel wurde bezogen, und abends ging es in die Veranstaltungshalle zur Modenschau mit anschließendem Tanz mit einem Alleinunterhalter.

Am nächsten Tag konnte die Gruppe vormittags eine Planwagenfahrt mit dem Heideexpress, der vom Schlepper gezogen wurde, unternehmen. Bei einem Stopp auf halber Strecke konnte man außerhalb des Wagens seinen Durst löschen.

Am Nachmittag ging es mit dem Bus nach Bremen in die Altstadt. Weil die Bürgermeister und auch einige Mitreisende wussten, wo die Bremer Stadtmusikanten stehen, musste nach dem doch ziemlich kleinen Denkmal nicht lange gesucht werden. Ganz in der Nähe hatte es sich auch Gregor Gysi in einem Kaffee gemütlich gemacht und wartete auf seinen Wahlauftritt zur Bundestagswahl. Die weiteren Sehenswürdigkeiten erkundeten die Vogelsberger auf eigene Faust.

Am Abend stand im Hotel eine Gameshow auf dem Programm, mit anschließender Musik aus der Konserve. Am Mittwoch startete die Reisegesellschaft nach dem Frühstück zum Ganztagesausflug nach Celle. Bürgermeister Edwin Schneider hatte noch kurzfristig zwei Stadtführerinnen organisiert, die die tolle Fachwerkstadt in zwei Gruppen vorstellten. Die Stadt Celle, die auch als das südliche Tor zur Lüneburger Heide bezeichnet wird, zieht Reisende aus aller Welt insbesondere mit ihrer gut erhaltenen Fachwerkaltstadt und ihrem Schloss mit einem der ältesten Theater Europas an. Die Altstadt, die von Zerstörungen im 2. Weltkrieg verschont blieb, besteht aus gut 400 Fachwerkhäusern und bildet ein sehenswertes Ensemble aus vollständig erhaltenen Straßenzügen und Gassen rund um den Großen Plan und die Stechbahn.

Zurück im Hotel hatte das Entertainment-Team des Hotels nach dem Abendessen »Willys Kabeljaukajüte« auf dem Programm. Mit von der Partie war auch Lieselotte Lotterlappen aus Limburg, eine »Hessin« alias Joachim Jung, der alle Lachmuskeln sehr strapazierte. Am Donnerstagnachmittag stand ein Ausflug mit einer Fünf-Kilometer-Wanderung in das Pietzmoor in Schneverdingen auf dem Programm. Das Pietzmoor liegt am Südrand des Naturschutzgebietes Lüneburger Heide und umfasst heute noch eine Fläche von circa 2,5 Quadratkilometern.

Zurück im Hotel stand auf dem Abendprogramm das Musical »König der Löwen«, das wiederum vom Entertainment-Team aufgeführt wurde. In einer verkürzten Version konnte man einen schönen Einblick in das Original gewinnen. Anschließen konnte wieder bei Musik vom Discjockey und Tanz der letzte Abend bis kurz vor Mitternacht wunderschön ausklingen.

Wer an den Ausflugsprogrammen in der Woche nicht teilnehmen wollte, konnte es sich immer im Hotel gemütlich machen oder ein Hollandrad ausleihen, um die für Vogelsberger flache Gegend zu erkunden. Auch der Wellnessbereich stand mit Schwimmbad und Sauna zur Verfügung.

Am Freitagmorgen stand dann die Rückreise nach Hörgenau und Ulrichstein an. Alle waren sich einig, dass es nach der langen Corona-Pause eine tolle und abwechslungsreiche Fahrt war. Gerne soll es auch im nächsten Jahr wieder eine Mehrtagesfahrt geben.

Auch interessant

Kommentare