Im Sommer gründet sich eine neue Fraktion Demokratisches Bürgerforum mit (v. l.) Markus Klapp, Jutta Stumpf und Eckhard Hisserich. FOTO: KS
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Im Sommer gründet sich eine neue Fraktion Demokratisches Bürgerforum mit (v. l.) Markus Klapp, Jutta Stumpf und Eckhard Hisserich. FOTO: KS

Stumpf und Hisserich führen Liste an

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Homberg(pm). Mit Fraktionsvorsitzender Jutta Stumpf und Stellvertreter Eckhard Hisserich an der Spitze wirbt das Demokratische Bürgerforum Homberg um die Stimmen der Bürger zur Gemeindewahl am 14. März 2021. Insgesamt 13 Kandidaten umfasst der Wahlvorschlag des Bürgerforums. "Wir haben es geschafft, viele neue Interessierte für unsere Liste zu gewinnen, eine ausgeglichene Altersstruktur von Anfang 20 bis Ende 60 zu erreichen und können bei den Kandidatinnen und Kandidaten auch noch auf vielfältige berufliche Erfahrungen zurückgreifen", heißt es in einer Erklärung des Bürgerforums.

Weil das Bürgerforum nach den gesetzlichen Bestimmungen Unterstützungsunterschriften zur Einreichung des Wahlvorschlags vorlegen musste, bedanken sich die Mitglieder bei allen Bürgern aus der Großgemeinde für die zahlreiche und sehr schnelle Mithilfe. Innerhalb von nur wenigen Tagen nach Aufstellung der Kandidatenliste habe ein Vielfaches der benötigten Stützunterschriften erreicht werden können, teilt das Bürgerforum mit. Dies zeige, wie groß das Interesse der Homberger an einer anderen, neuen politischen Ausrichtung sei, die ausschließlich die Interessen der Stadt und ihrer Bürger im Fokus habe. Gleichzeitig werde aber auch die große Erwartungshaltung an die Kandidaten der erst seit wenigen Monaten bestehenden Gruppierung verdeutlicht, betonen Stumpf und Hisserich.

Die Listenbewerber deckten das gesamte Spektrum der bürgerlichen Parteien ab, beabsichtigten aber auf kommunaler Ebene eine völlige Neuausrichtung losgelöst von parteipolitischer Einflussnahme hin zu ausschließlich örtlichen Schwerpunktthemen.

"Schadensbegrenzung für die vom Bau der A 49 betroffenen Anwohner ist für uns die aktuell vorrangigste Aufgabe. Wir müssen zumindest versuchen, die Auswirkungen der eklatanten Versäumnisse der diversen Magistrate seit 2007 zu korrigieren. Wir fordern mehr Transparenz in Entscheidungsvorgängen im Sinne demokratischer Prinzipien - ein Ende der Geheimdiplomatie", führen Stumpf und Hisserich aus.

Ganz oben auf der Agenda steht dabei auch die Gestaltung des künftigen Industrie- und Gewerbegebiets "Am Roten Berg". "Wir setzen uns für die Ansiedlung von Kleingewerbe, produzierendem Gewerbe und von Start-ups sowie die Bereithaltung von Flächen für die Expansion örtlicher Unternehmen ein. Die geplante Ansiedlung von Logistikunternehmen lehnen wir entschieden ab und werden alles daran setzen, dies zu verhindern", so die übereinstimmende Auffassung aller Listenbewerber des Bürgerforums. "Wir wollen nicht noch mehr Verkehrsbelastung, großen Landverbrauch, wenige Arbeitsplätze und geringe oder gar keine Gewerbesteuereinnahmen", betonen alle Kandidaten. "Die negative Entwicklung mit Nordfrost in Atzenhain darf sich in Homberg nicht wiederholen", warnt das Bürgerforum.

Weil die Gestaltung des künftigen Industrie- und Gewerbegebiets allein in der Hand der Stadtverordnetenversammlung liege und die bisherigen Mehrheitsfraktionen mit Bürgermeisterin Claudia Blum sich bereits für Logistiker "Am Roten Berg" positioniert hätten, komme den künftigen Mehrheitsverhältnissen im Stadtparlament daher besondere Bedeutung zu.

Eine solide Finanzpolitik steht ebenfalls ganz oben auf dem Forderungskatalog des Bürgerforums. Die geplante Verdreifachung der Neuverschuldung bis 2023 bei gleichzeitigem Aufzehren aller Rücklagen finde keine Zustimmung der Fraktion, weshalb man den Haushaltsentwurf 2021 auch ablehnen werde. Verständigt haben sich die Listenbewerber ferner auf die Erstellung eines Konzepts zur künftigen Entwicklung der Ohmstadt und aller Stadtteile. Dabei ist zu erfassen, wo die Stadt heute stehe und wohin man in zehn oder gar 20 Jahren wolle. In diesem Zusammenhang werde man sich durch Fachleute extern beraten lassen und die Erstellung eines Zukunftskonzepts für das Gemeinwesen unter Berücksichtigung der Themenbereiche Kinder, Jugend, Familie und Senioren anstoßen.

Unerlässlich ist für das Bürgerforum eine transparente Kommunikation auf allen Ebenen der Gemeindeorgane und Hilfsorgane sowie in allen Verwaltungsbereichen.

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