Mit einem kleinen Fest" wurde am Samstag im Beisein von Bürgermeister Lothar Bott der wiederhergestellte Rastplatz im Grünen oberhalb der Pestalozzischule mit Bänken und einem Tisch, seit den 1970er Jahren als "Hasenbank" bekannt, offiziell eingeweiht. FOTO: EVA
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Mit einem kleinen Fest" wurde am Samstag im Beisein von Bürgermeister Lothar Bott der wiederhergestellte Rastplatz im Grünen oberhalb der Pestalozzischule mit Bänken und einem Tisch, seit den 1970er Jahren als "Hasenbank" bekannt, offiziell eingeweiht. FOTO: EVA

Ein Stück Heimat erhalten

  • vonHannelore Diegel
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Gemünden-Nieder-Gemünden(eva). "Mit der Wiederherstellung des Ruheplatzes haben wir ein Kleinod vor der Verwitterung gerettet und damit ein Stück Heimatgeschichte erhalten", fasste Bernd Reitz dieser Tage eine Aktion zusammen, die aktuell in die Wiedereinweihung eines Ruheplatzensembles am Kammberg mündete. Ein Rastplatz im Grünen oberhalb der Pestalozzischule mit Bänken und einem Tisch, in Nieder-Gemünden seit den 1970er Jahren als "Hasenbank" bekannt, erstrahlen nun wieder im neuen Glanz. Der Name "Hasenbank" war entstanden, weil der Ruheplatz seinerzeit vom ehemaligen Burg-Gemündener Kaninchenzuchtverein (KZV H 69) angelegt worden war. Dem Verein hatten damals auch viele Nieder-Gemündener Bürger angehört. Der KZV war 1966 gegründet und wegen mangelnden Interesses an dem Hobby 2012 wieder aufgelöst worden.

Bei einem Spaziergang, durch das im Laufe der Jahre stark zugewachsene Gelände, kam Bernd Reitz vor einiger Zeit an dem einstigen viel genutzten Ruheplatz vorbei, und hatte dabei die Idee, dass es doch eigentlich richtig und sinnvoll wäre, dieses schöne Fleckchen wieder herzurichten.

Aber alleine war dies nicht zu schaffen. Er wandte sich zunächst an die Gemeinde, und nach Rücksprache mit Bürgermeister Lothar Bott wurde grünes Licht für die Instandsetzung des Geländes mit Unterstützung von Bauhofmitarbeitern gegeben. Ebenso stieg auf Anfrage die Jagdgenossenschaft Nieder-Gemünden/Otterbach mit ins Boot und übernahm größtenteils die Finanzierung des Projektes. Ansonsten wurden alle notwendigen Kultivierungsarbeiten im Rahmen einer Nachbarschaftshilfe, bestehend aus Bewohnern der Park- und Kammbergstraße durchgeführt, und auch Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereines (OGV) waren mit helfender Hand dabei.

Zweite Aktion

Besonders erwähnte Bernd Reitz die ausgeführten ehrenamtlichen Arbeiten von Simon Scheer, der das Fundament für die Betonsockel der Bänke gegossen hatte, Pascal Christ, für das Streichen der Holz-Planken für die Sitzfläche, die dann von Martin Müller auf den Betonsockeln der Bänke befestigt wurden.

Gerade von diesem ehrenamtlichen Engagement lebe die Gemeinde, hob Bürgermeister Lothar Bott während der Einweihungsfeier hervor. Es heiße so schön "am Anfang steht immer eine Idee", doch die gelte es dann auch umzusetzen, was in diesem Falle rundum gelungen sei. "Es freut mich, dass das so klasse funktioniert hat", lobte Bott und dankte vor allem der Jagdgenossenschaft für die finanzielle Unterstützung sowie den vielen freiwilligen Helfern für die Wiederherstellung dieses Kleinods in der Kulturlandschaft. Er wünschte viele schöne Stunden an diesem Ort und betonte: "Wir sind seitens der Gemeinde immer dabei, wenn solche Ideen kommen."

Wie Bernd Reitz informiert, habe man, "da man schon mal dabei gewesen sei", die Gelegenheit genutzt und auch gleich eine weiter oben auf dem Kammbergsgelände stehende Bank des OGV "aufgefrischt".

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