Der dreifache Nachwuchs wartet geduldig, bis die Eltern frische Nahrung bringen. FOTO: AU
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Der dreifache Nachwuchs wartet geduldig, bis die Eltern frische Nahrung bringen. FOTO: AU

Störche mit Dreifachnachwuchs

  • vonDieter Graulich
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Herbstein(au). In der Herbsteiner "Storchenchronik" wird für dieses Jahr ein weiteres Kapitel hinzugefügt. Denn das Storchenpaar hat wie im Vorjahr wieder dreifachen Nachwuchs bekommen. Die Storchenchronik geht inzwischen auf 2011 zurück. Zu diesem Zeitpunkt machte ein junges Storchenpaar Rast in der Gemarkung. Daraufhin entschloss sich die Vogel- und Naturschutzgruppe, im folgenden Jahr eine Storchenplattform aufzustellen.

Kaltes Frühjahr bremst Brutgeschäft

2013 wurde das Aufstellen der Plattform zunächst belohn. Über mehrere Wochen nutzte ein Storch die Plattform als Wohnung. Doch leider war seine Suche nach einer Partnerin erfolglos und er zog weiter. Im April 2014 waren es gleich fünf Weißstörche, die an der Plattform Rast machten. Lautes Klappern war schon von Weitem zu hören und typisches Balzgehabe auf dem Horst zu sehen.

Nachdem sich ein Paar gebildet hatte, verschwanden die anderen Störche wieder. Im Juni gab es den erhofften Nachwuchs. Zwei Wochen vor ihren Eltern machten sich im Herbst 2014 die Jungstörche auf den Weg in den sonnigen Süden. 2015 brütete erneut ein Weißstorchpaar und zog zwei Nachkömmlinge auf. Diesmal ging es gemeinsam auf die Reise in den sonnigen Süden.

2016 war der Horst wieder besetzt, das Brutgeschäft hat auch begonnen, aber der ersehnte Nachwuchs blieb aus. Experten nennen das kalte und regnerische Frühjahr als Ursache dafür.

In den nächsten beiden Jahren klappte es wieder mit dem Nachwuchs und jeweils zwei Jungstörche zogen im Herbst etwa 14 Tage vor ihren Eltern gen Süden. Im Vorjahr, 2019, war sogar dreifacher Nachwuchs angesagt und gemeinsam ging es im Herbst auf die Reise gen Süden. Die Gesamtzahl des Herbsteiner Storchnachwuchses erhöht sich nun auf insgesamt 14 Jungstörche. Radfahrer und Spaziergänger werden gebeten, die öffentlichen Wege nicht zu verlassen, um die Störche nicht zu beunruhigen. Hunde sind in diesem Gebiet auf jeden Fall an der Leine zu führen. Der Nachwuchs ist inzwischen schon teilweise allein im Horst und wartet geduldig, bis die Eltern frische Nahrung bringen.

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