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Die Jugendherberge Hoherodskopf hat wieder geöffnet und bietet unter anderem für Familien ein umfangreiches Programm.

Stockbrot und Himmelsliege

  • VonJutta Schuett-Frank
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Seit kurzem dürfen die Jugendherbergen ihre Türen wieder für Übernachtungen öffnen. Michaela Uloth von der Jugendherberge am Hoherodskopf freut sich: »Wir sind für Familien und Einzelreisende online buchbar, haben Familienprogramme und Kurzurlaube vorbereitet und unser Personal wurde erneut im Bereich Hygiene- und Gästemanagement geschult.«

Der Vogelsberg ist ein Naturparadies und ein Anziehungspunkt für Sportler und Aktive. Direkt an der Jugendherberge führen verschiedene Premium-Wanderwege vorbei wie Bonifatius, Jakobsweg, Höhenrundweg oder Gipfeltour. Auch für Fahrradfahrer (R4) und Mountainbiker (Wildsautrail, Fuchstrail) sind tolle Strecken und Wege vorhanden. Nicht zu vergessen die Sommerrodelbahn.

Außerdem lädt das Gelände an der Jugendherberge zum Aktivsein ein: ein Hartplatz mit Basketballkorb, eine Tischtennisplatte sowie begrünte Flächen für Fußball, Volleyball oder Federball stehen bereit.

Auf dem Barfußpfad an der Jugendherberge erleben Kinder und Jugendliche Natur mit allen Sinnen. Wer der Sache tiefer auf den Grund gehen will, nutzt das hauseigene Labor für Wasser- oder Bodenproben. Woher kommen Vulkane? Was ist ein Hochmoor? Wie entsteht ein Fluss? Fragen, die sich im neuen Mitmach-Museum Museum Vulkaneum klären.

Zum Thema Konflikte bietet die Jugendherberge wir ein gezieltes Präventionstraining. Auch ein Erste Hilfe- und Survival-Training stärken das Selbstbewusstsein. Und für den Zusammenhalt ist ein leckeres Stockbrot abends am Lagerfeuer das beste Futter.

So sollte Familienurlaub sein: Die Kinder toben auf dem Spielplatz und die Eltern machen es sich auf den Sonnen- und Himmelsliegen gemütlich.

Dabei schmieden die Eltern in Ruhe Pläne. Die Natur liegt direkt vor der Tür. Ein Tier- und Vogelpark, das Museum Vulkaneum oder das Erlebnisfreibad sorgen für spannende Ausflüge. Wieder zurück in der Jugendherberge kann der Tag in der Spiele- und Leseecke ausklingen oder bei einer Partie Tischtennis oder Tischkicker nochmal richtig Fahrt aufnehmen. Am Ende des Tages macht man es sich dann in einem der Familienzimmer gemütlich. Jugendherbergs-Chefin Uloth: »Das Haus ist gut angefragt und wir könnten von den Anfragen auch mehr belegen«.

»Die Freude ist riesig, die Mitarbeitenden aller Jugendherbergen freuen sich, dass es endlich wieder los geht. Für viele ist der Job auch eine große Leidenschaft und somit waren die letzten sechs Monate emotional schwierig und jetzt herrscht positive Aufbruchsstimmung. Diese ist auch mit steigenden Impfzahlen positiver besetzt als im letzten Jahr, weil wir optimistisch sind, dass die Lage stabil bleibt und uns keine weitere lange Pause mehr droht«, betonte Uloth.

Das Haus wurde in Eigenarbeit an einzelnen Stellen aufgehübscht. Es wurde das gemacht, was im Rahmen der finanziell sehr angespannten Situation möglich gewesen ist. Sichtbar für den Gast wird ein sauberes und gut vorbereitetes Haus sein. Und dass das so ist, bestätigten die Gäste der Jugendherberge aus vollem Herzen. Die Gäste kommen aus ganz Deutschland und sogar aus Österreich und viele der Besucher waren schon mehrfach Gast in der Jugendherberge auf dem Hoherodskopf.

Karin und Kai-Uwe Schmidt mit ihren Kindern Felix und Lara und Hund Coco sind richtig glücklich, dass sie wieder in ihre Jugendherberge können. »Wir sind zwar aus Schmitten im Taunus, aber nach so langer Zeit im Homeoffice musste ein Tapetenwechsel herbei«, so Karin Schmitt.

Gleich am ersten Tag startete die Familie zu einer Geo-Tour nach Gedern. Sohn Felix hat seine Gitarre dabei, um am Lagerfeuer zu musizieren, während das Stockbrot über dem Feuer gart. Einhellig sagte die Familie, dass die Jugendherberge klasse sei. Michaela Uloth führt die Jugendherberge seit 2017. Eigentlich ist es ein 130-Betten-Haus und ihr Team besteht aus weiteren zehn Angestellten.

Die beiden Lockdowns stellten aber nicht nur die Jugendherbergs-Mutter vor starke Herausforderungen, sondern auch die Jugendherbergsverwaltung.

»Es wird endlich Zeit, dass es wieder aufwärts geht«, so ein vorbeigehender Besucher.

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