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Bischof Peter Kohlgraf (r.) zusammen mit (v. l.) Birgit Fink, Bürgermeister Dietmar Krist, August Reh, Marianne Linne und Josef Linne.

Es stehen Veränderungen an

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Antrifttal (pm). Im Rahmen der Visitation des Dekanats Alsfeld besuchte Bischof Peter Kohlgraf die Gemeinde St. Michael Ruhlkirchen, zu deren Pfarrgebiet Ruhlkirchen, Ohmes, Seibelsdorf, Vockenrod und Bernsburg, die Kirtorfer Stadtteile Arnshain, Wahlen, Gleimenhain und Alsfeld-Fischbach zählen. Ein umfängliches Programm war an diesem Tag der Visitation abzuarbeiten: Besichtigungen, Gespräche und Begegnungen. Besonderes Thema war dabei der "Pastorale Weg", eine Neuerung, die den Gemeinden vor dem Hintergrund der sich ändernden Gesellschaft Veränderungen bringt.

Zunächst stand der Besuch der Marienkirche in Vockenrod und der Hl.-Kreuzkirche in Seibelsdorf an, die vor wenigen Jahren renoviert wurden. Ein Besuch in der Kindertagesstätte "Arche Noah" sowie Gespräche mit Pfarrer Wojcik und Diakon Konle beendeten das Vormittagsprogramm.

Nach der Mittagspause, der Begegnung mit Bürgermeister Dietmar Krist und dem Eintrag ins Goldene Buch der Gemeinde, führte der Weg über Ohmes, mit Besuch der Kirche Hl. Familie nach Homberg zu einer Betriebsbesichtigung der Kamax-Werke. Begleitet wurde Kohlgraf von Dekan Winfried Disser, der Dekanatsreferentin Hedwig Kluth, Pfarrer Zbigniew Wojcik und Betriebsseelsorger Richard Kunkel.

Kirchengemeinde muss sparen

Nach der Rückkehr nach Ruhlkirchen gab es einen Austausch mit dem Vorstand des Pfarrgemeinderates und im Anschluss eine Sitzung des Pfarrgemeinderates, zu der Vorsitzender Franz-Josef Selzer neben den Mitgliedern und den anwesenden Verwaltungsräten Bischof Kohlgraf willkommen hieß. Im Rahmen der Sitzung sowie auch im anschließenden Gottesdienst ging Kohlgraf auf den Bistumsprozess "Pastoraler Weg" ein, der Gemeinden vor Veränderungen stellt und der jüngst auch im Rahmen der Dekantskonferenz in Alsfeld vorgestellt und erläutert wurde - die AAZ berichtete darüber.

Der "Pastorale Weg" umfasst vier zentrale Dimensionen: "Leben teilen", "Glauben teilen", "Ressourcen teilen" und "Verantwortung teilen". Dabei geht es um Fragen nach den Grundlagen und eine Festlegung auf eine Haltung während der nächsten Jahre, die von den Gemeinden und der Bistumsleitung erarbeitet werden soll. Damit einher gehe die Frage, so sagte der Bischof: "Was brauchen wir, um unser Christsein überzeugend zu leben?"

Die musikalische Gestaltung der Eucharistiefeier in der gut gefüllten Pfarrkirche St. Michael, deren Renovierung begonnen hat, übernahmen der KKM, der Kirchenchor und Margit Reh an der Orgel. Nach dem Gottesdienst dankte der Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, Franz-Josef Selzer, für den Besuch des Bischofs und überreichte ein kleines Präsent mit dem Hinweis, dass die Gemeinde bezüglich der Renovierung der Pfarrkirche leider etwas sparen müsse.

Anschließend bestand die Möglichkeit der Begegnung mit Bischof Kohlgraf, von der Gemeindemitglieder auch mit kritischen Fragen Gebrauch machten. So endete der Besuchstag des Bischofs, der wie zu erwarten nicht auf alle Fragen eine Lösung parat hatte, der aber ermutigte, Kirche und Christsein zu leben, sich in Gemeinde zu engagieren, neue Wege aufzuzeigen und zu gehen.

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