In Abständen von zwei bis drei Jahre kommt im Naturpark Vulkanregion Vogelsberg ein mobiles Sägewerk zum Einsatz. Die Bretter und Bohlen werden später verwendet, um zum Beispiel Bänke oder Tische zu bauen. FOTO: AU
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In Abständen von zwei bis drei Jahre kommt im Naturpark Vulkanregion Vogelsberg ein mobiles Sägewerk zum Einsatz. Die Bretter und Bohlen werden später verwendet, um zum Beispiel Bänke oder Tische zu bauen. FOTO: AU

Wo die Späne fliegen

  • vonDieter Graulich
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Schotten(au). In regelmäßigen Abständen von zwei bis drei Jahren kommt im Naturpark Vulkanregion Vogelsberg ein mobiles Sägewerk zum Einsatz. Jetzt war es wieder so weit. In diesem Jahr musste durch die teilweise ungünstigen Wetterbedingungen mit Schnee, Kälte und eisigem Wind und den damit verbundenen Belastungen für Personal und Maschinen auf den Parkplatz am Hoherodskopf ausgewichen werden. Ein positiver Nebeneffekt war, dass sehr viele interessierte Besucher zum ersten Mal über diese Technologie staunen konnten. Das Mobilsägewerk kam von der Firma Post & Dimmerling aus Bad Salzschlirf.

Naturpark-Geschäftsführer Rolf Frischmuth erläuterte in einem Gespräch vor Ort, warum ein mobiles Sägewerk beim Naturpark zum Einsatz kommt: "Wir kaufen zur Herstellung von Tischen, Bänken, Schildern und sonstigen Anlagen Eichen- und Fichtenstämme im Forstamt Schotten.

Günstiger Einkauf

Vorteile sind ein günstiger Einkauf und kurze Transportwege beziehungsweise Einsparungen beim Transport zum Sägewerk und zurück". Die Kosten für Ankauf, Transport und Maschineneinsatz bezifferte er mit rund 500 Euro je Festmeter. Beim Holzhändler liege der Preis für vergleichbare Ware bei etwa 1500 Euro und darüber.

Die Technologie des Mobilsägewerkes erlaube es im Gegensatz zur stationären Gattersäge, jeden einzelnen Stamm in andere Sortimente wie Bohlen, Bretter, Kanthölzer und anders zu sägen und so eine optimale Wertschöpfung zu haben. Dank der Mithilfe der beiden Naturparkmitarbeiter Uwe Radmacher und Robert Oechler wurden in nur zwei Arbeitstagen etwa 30 Festmeter Eiche gesägt und lagerfähig gestapelt. Das Holz lagert nun zwei bis drei Jahre, bevor es in der Naturpark-Schreinerei weiterverarbeitet wird.

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