Situation noch gewöhnungsbedürftig

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Vogelsbergkreis(pm). Eigentlich sollte es schon im März starten, das Folgeprojekt der zweiten Internationalen Jugendklimakonferenz im letzten Herbst. Die Gestaltung eines Gemeinschafts- und Experimentiergartens auf einem Privatgelände in Angersbach stand für das Frühjahr auf dem Plan. Doch dann kam es aufgrund der Corona-Pandemie anders als geplant.

Zunächst teilten die beteiligten Jugendlichen sich die jahreszeitbedingte nötigste Pflege untereinander auf, sodass nun, wo langsam wieder gemeinsame Aktivitäten vertretbar sind, das Projekt wieder aufgenommen werden konnte. Obwohl sich das junge Team der Projektinitiatorinnen sehr darüber freut, dass nun wieder Kinder zu dem Projekt eingeladen werden konnten, steht doch alles im Zeichen der anhaltenden Pandemie.

Nur die Hälfte war dabei

"Die neue Situation ist noch gewöhnungsbedürftig." resümierte die 16-jährige Lara Fahrenbach im Anschluss an das erste Treffen. "Mit Abstand, Mundschutz und Hygienekonzept ist es auch für erfahrene Kinder- und Jugendmitarbeiter eine Herausforderung, eine gelungene Beziehungsarbeit zu leisten." Etwas enttäuscht war das Team, dass von den eingeladenen "Klimakids" nur die Hälfte das Angebot zum ersten Treffen wahrnahm. Regina Eurich (16) sorgte sich nach dem Treffen: "Ich glaube, den Kindern fehlte das Spielen in der großen Gruppe."

Felix Wagner (17) machte dem Team aber Mut: "Wir brauchen jetzt nach dieser Isolationsphase und unter den neuen Bedingungen halt auch ein bisschen länger Zeit, miteinander warm zu werden." Und die will man sich nehmen:

Zunächst trifft sich eine Gruppe A und B mit jeweils acht Kindern wöchentlich im Wechsel. In den jetzt laufenden Sommerferien soll jede Gruppe eine ganze Woche Zeit und Programm im Garten haben, so die Idee des jungen Teams aus Lauterbach.

Feuerstelle und Gartenküche

Geplant ist das Anlegen einer Feuerstelle, der Bau einer Gartenküche aus Paletten und mit Solarofen, die Neugestaltung des Zauns und natürlich die Pflege des Gemüsegartens, in dem durch den Einsatz des Teams auch während des sogenannten Lockdowns Mais, Kohl, Kartoffeln und vieles mehr gewachsen sind.

Es wurden auch schon zwei Hochbeete aufgebaut und eine Kräuterspirale gemauert, Projekte die eigentlich mit den Klimakids umgesetzt werden sollten.

"Es sind an allen Ecken die Maßnahmen unvollendet, damit die Klimakids jetzt noch ordentlich mitgestalten können", versichert der vierte im Team, Jakob Rivinius (17). Da einige Kinder sich nicht mehr zurückmelden, sind wieder Plätze für interessierte Kinder frei und man kann sich gerne bei der Projektbegleitung im evangelischen Dekanat Vogelsberg Sophie Schramm (Telefon 0 66 31/9 11 49 39) oder bei Kristina.Eifert@ekhn.de melden.

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