Sieben-Tage-Inzidenz jetzt bei 296,3

  • Kerstin Schneider
    vonKerstin Schneider
    schließen

Vogelsbergkreis(ks). Keine Entwarnung - im Gegenteil. Am Freitag meldete das Kreisgesundheitsamt weitere 64 Neu-Infektionen mit dem Coronavirus. Im Zusammenhang mit einer Covid-Infektion starben eine 80-jährige Frau und ein 87-jähriger Mann. Damit sind seit März 35 Menschen an einer Covid-Erkrankung verstorben. Die Inzidenz steigt erneut, das Robert-Koch-Institut weist für den Kreis einen Sieben-Tage-Wert von 296,3 aus. Die Zahl der Fälle seit Beginn der Pandemie liegt bei 1234. Die neuen Infektionsfälle verteilen sich auf das gesamte Kreisgebiet. Hotspots mit hohen Zahlen sind Alsfeld mit 85 Fällen, aber auch Schotten mit 70 und Mücke mit aktuell 54 Fällen. In Alsfeld und Schotten hat es in Alten- und Pflegeheime größere Ausbrüche gegeben. Aktuell betreut das Gesundheitsamt 491 aktive Fälle.

Die Corona-Pandemie beeinflusst auch den Haushaltsplan des Kreises, wie Landrat Manfred Görig in der jüngsten Kreistagssitzung sagte.

Info-Bedarf der Bürger "riesig"

Durch fünf Einstellungen ab November für sechs Monate für die Unterstützung für die Nachverfolgung von Kontaktpersonen, die Einrichtung einer Verwaltungsleitung im Gesundheitsamt, Arbeitszeiterhöhungen von teilzeitbeschäftigten Medizinischen Fachangestellten, das Schaffen einer Teilzeitstelle im Verwaltungsbereich des Gesundheitsamtes und die Einrichtung einer Rufbereitschaft im Bereich Hygiene kommt es zu einem Personalmehraufwand in Höhe von rund 83 000 Euro.

Nicht eingerechnet ist der Personalaufwand durch intern umgesetztes Personal. Im Bereich der Hygiene und des Seuchenschutzes gebe es "aktuell nur eine Aufgabe: SARS-CoV-2", so Görig weiter. Die Auswirkungen auf die tägliche Arbeit des Amtes waren seit Ende Februar massiv. "Der Informationsbedarf der Bevölkerung ist riesig".

Um die starke Zunahme der Arbeitsbelastung abzufedern, wurde personell aufgestockt. "Trotzdem sind die Stammmitarbeiter seit Monaten einer enormen Belastung ausgesetzt." Nur die externen Einstellungen für das Nachverfolgen von Kontaktpersonen führen für die Dauer von einem halben Jahr zu Mehrkosten von 100 000 Euro.

Wenn man zu den laufenden Kosten noch die allein für den Aufbau des Impfzentrums in Alsfeld hinzunimmt, kostet die Pandemie den Kreis bisher schon um die 500 000 Euro.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare