Auf einer Ackerfläche oberhalb des Wochenendgebietes von Hainbach könnte eine Fotovoltaikanlage entstehen. Im Hintergrund einige Dächer der Wochenendhäuser. FOTO: RS
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Auf einer Ackerfläche oberhalb des Wochenendgebietes von Hainbach könnte eine Fotovoltaikanlage entstehen. Im Hintergrund einige Dächer der Wochenendhäuser. FOTO: RS

Seniorenbeirat besucht Hainbach

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Gemünden(pm). Corona erfordert das Nachdenken über Alternativen. Um den beliebten Seniorentreff mit Kaffeetrinken, Spielen und Gesprächen nicht coronabedingt ersatzlos ausfallen zu lassen, besuchten die Senioren laut Mitteilung von Vorsitzendem Peter Gabriel während der üblichen Öffnungszeit des Seniorentreffs kürzlich den Ortsteil Hainbach.

Ortsvorsteher Werner Lutz hatte sich bereit erklärt, den Seniorinnen und Senioren des Gremiums für die Großgemeinde - die meisten kommen aus Nieder-Gemünden - seinen Ortsteil vorzustellen. So traf man sich unter strenger Einhaltung der Hygieneregeln am Dorfgemeinschaftshaus in Hainbach.

Von dort ging es mit den Personenwagen der Besucher zunächst zum Feuerwehrgerätehaus, wo Werner Lutz zur Geschichte des Gebäudes, zu Aus- und Umbauten des früheren Gefrierhauses informierte. Heute ist dort neben der freiwilligen Feuerwehr der Jugendraum untergebracht, und nebenan befindet sich der Spielplatz. Nicht ohne Stolz konnte der langjährige Ortsvorsteher von der in Hainbach fast üblichen beachtlichen Eigenleistung berichten, ohne die viele gemeindliche Einrichtungen nicht zu realiseren gewesen wären.

Als nächstes besichtigte man die für eine Flächen-Photovoltaikanlage vorgesehene Ackerfläche oberhalb des Wochenendgebietes. Der Ortsbeirat habe dem Vorhaben zugestimmt, berichtete Lutz, weil sich in der Ortsbeiratssitzung kein Widerspruch geregt habe, erläuterte der Ortsvorsteher. Er legt Wert auf die Feststellung, dass der Ortsbeirat keinesfalls vorhandenen Widerstand in der Bevölkerung übersehen oder gar ignoriert habe, wie das in einem Presseartikel vermutet worden sei. Erst später hätten Unterschriftenlisten kursiert, die sich auch schnell füllten.

Dass der Seniorentreff in dieser Frage ein Abbild der Bevölkerung ist, das zeigte sich alsbald an der sehr schnell aufkommenden kontroversen Diskussion. Während die einen Natur und Landschaft erhalten wollen, hat für die anderen der technische Fortschritt Vorrang. Einigkeit herrschte aber darin, dass die PV-Anlage die Aussicht von der Heinzemann-Tour gravierend beeinträchtigen würde.

Ausklang bei Kaffee und Kuchen

Das nächste Ziel war der Friedhof, wo sich die Teilnehmer einmal mehr von gelungener Renovierung überzeugen konnten. Interessanter Aspekt am Rande war: Einige Senioren vermissen auf den Friedhöfen der Gemeinde, so auch in Hainbach, alte Grabsteine. Eigentlich weiten erst sie den Horizont über die eigene Lebensspanne hinaus, war man sich einig. Gleiches wurde für alte Bäume bemerkt. Auch sie gehören für die meisten auf einen Friedhof. Vielleicht sollte die Gemeinde das Primat von Pflegeleichtigkeit und Sicherheit-um-jeden-Preis überdenken.

Zum Abschluss ließ man den Nachmittag bei mitgebrachtem Kaffee und Kuchen und unter Beachtung der Corona-Abstandsregeln im Dorfgemeinschaftshaus ausklingen. Der Vorsitzende des Senioren-beirates Gemünden, Peter Gabriel, bedankte sich im Namen aller bei Werner Lutz für die informative und kurzweilige Führung.

Man beschloss, am Donnerstag, dem 3. September, einen weiteren Ortsteil zu besuchen. Ausgewählt wurde inzwischen Ehringshausen. Treffpunkt ist wieder 14 Uhr vor dem evangelischen Gemeindehaus in Nieder-Gemünden, das Ende soll gegen 16 Uhr sein.

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