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Senior durchschaut Trickbetrug

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Von: Redaktion

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Alsfeld (pm). Unbekannte riefen am Donnerstagnachmittag einen 70-jährigen Mann aus Alsfeld an und gaben sich als Mitarbeiter einer Bank aus. Die Betrüger erklärten dem Alsfelder, dass ein Gerichtsvollzieher Geld von seinem Konto einziehen wolle.

Wenig später erhielt der 70-Jährige einen weiteren Anruf eines angeblichen Gerichtsvollziehers aus Berlin. Dieser forderte den Mann auf mehrere Hundert Euro an ein ihm unbekanntes Konto zu überweisen. Glücklicherweise erkannte der aufmerksame Alsfelder den Betrug und beendete umgehend das Gespräch, sodass kein Schaden entstand.

In diesem Zusammenhang warnt Ihre Polizei: »Trickbetrug ist vielfältig. Seien Sie misstrauisch, wenn sich jemand am Telefon nicht selbst mit Namen vorstellt oder als Bekannter/ Verwandter, Bankangestellter oder Polizeibeamter beziehungsweise Person der Justiz ausgibt, den Sie als solchen nicht erkennen. Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald ihr Gesprächspartner Geld von Ihnen fordert. Rufen Sie Ihre Verwandten unter der Ihnen bekannten Telefonnummer oder die Polizei unter der 110 an. Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an Ihnen unbekannte Personen. Die Täter passen ihr Vorgehen an Ängste der potenziellen Opfer an, wodurch sie deren höchstpersönlichen Lebensbereich tangieren.«

Falsch verstandenes Schamgefühl

Die Polizei informiert im Zusammenhang mit solchen Anrufen, dass »anhaltende Telefonate mit den Tätern während der Betrugshandlung verhindern, den Kontakt mit nahestehenden Personen aufzunehmen. Dadurch wird der Betrugsirrtum aufrecht erhalten und Opfer sind bereit hohe Wertbeträge zu zahlen. Folgen wie Rückzug aus der Gesellschaft und Schamgefühl bieten Trickbetrügern eine Plattform. Sprechen Sie offen über das Geschehene, jeder kann Opfer werden. Scheuen Sie sich nicht, die Polizei beim Verdacht eines Betrugs zu informieren.«

Informationen zum Trickbetrug finden sich auf der Internetseite der Polizei unter der Adresse www.senioren- sind-auf-zack.de.

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