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Pianist Mikhail Dantschenko spielt im Melchiorsgrund.

Selten gehörte Jahreszeiten gespielt

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Schwalmtal (pm). Seinen Stil kann man souverän und kraftvoll nennen - Mikhail Dantschenko, der am Sonntag in der Reihe "Weltklassik am Klavier" in Melchiorsgrund gastierte, gehört zu den führenden Klaviervirtuosen unserer Zeit. Er studierte an der Zentralen Musikschule in Kiew/Ukraine und an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover. Er konzertierte mit den berühmtesten Dirigenten wie unter anderem Alexander Dmitriev, Alexander Rudin, Yuri Bashmet, und gab zahlreiche Klavierabende in ganz Europa, in Rußland und in den GUS-Staaten, den USA, China und Japan. Zudem kann er auf eine Reihe bedeutender Wettbewerbserfolge blicken; so zum Beispiel beim Krainev Klavierwettbewerb in Charkiw/Ukraine, beim Busoni Klavierwettbewerb in Bozen/Italien, beim Klavierwettbewerb in Monza/Italien, beim Van Cliburn Klavierwettbewerb in Fort Worth/USA.

Mit dem Stichwort "Jahreszeiten" wird im Allgemeinen Antonio Vivaldi assoziiert - der kostbare Klavierzyklus von Tschaikowski hingegen wird im Konzertsaal kaum aufgeführt - einzelne Werke sind bekannt. Umso beeindruckender war es, den kompletten Zyklus aus zwölf Charakterstücken hören zu können, feinsinnige Miniaturen von Stimmungen und Szenarien der jeweiligen Monate.

Die zweite Hälfte des Programmes bot ein facettenreiches Kaleidoskop der Klaviermusik von Frédéric Chopin. Von der stolzen Polonaise, einem traditionellen polnischen Volkstanz, bis hin zur innigen, empfindlichen Mazurka zog sich eine breite Ausdruckspalette, die einen wunderbaren Bogen über Chopins vielseitigen Ausdrucksmöglichkeiten spannte.

Das nächste Konzert der Reihe findet am Sonntag, dem 8. September, statt, wie immer um 17 Uhr. Weitere Informationen bekommt man im Internet unter www.weltklassik.

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