Pro Jahr werden in der Klinik mit 207 Betten rund 2000 Menschen aus ganz Deutschland behandelt. FOTO: PM
+
Pro Jahr werden in der Klinik mit 207 Betten rund 2000 Menschen aus ganz Deutschland behandelt. FOTO: PM

Wo die Seele auftanken kann

  • vonRedaktion
    schließen

Grebenhain(pm). In Zeiten der Pandemie ohne Publikum und Festakt begeht die Vogelsbergklinik in diesen Tagen ihr 30-jähriges Bestehen. Als die Fachklinik für Psychosomatik und Psychotherapie im Oktober 1990 mit 70 Mitarbeitern eröffnet wurde, war das ein bedeutender Schritt für den Luftkurort Ilbeshausen-Hochwaldhausen. Mit der Übernahme und Renovierung des ehemaligen Genesungsheimes der AOK Kassel und der Investition in eine zukunftsweisende Fachklinik konnte Prof. Ebel als geschäftsführender Gesellschafter des familiengeführten Unternehmens Dr. Ebel Fachkliniken nicht nur langfristig Arbeitsplätze in der Region sichern, sondern auch einen Beitrag zur immer wichtiger werdenden psychosomatischen Versorgung der Menschen leisten.

Heute bietet die Vogelsbergklinik rund 170 Mitarbeitern einen sicheren Arbeitsplatz und ist damit einer der größten Arbeitgeber im Umkreis. Pro Jahr werden in der Klinik mit 207 Betten rund 2000 Menschen aus ganz Deutschland behandelt. Die Rehabilitanden und Patienten lernen während ihres in der Regel mindestens fünf Wochen dauernden Aufenthaltes die Region Hoher Vogelsberg kennen und tragen damit nicht unerheblich zur Förderung des Tourismus bei.

"Heilwald" wird demnächst angelegt

Die Vogelsbergklinik liegt mitten im waldreichen Naturpark "Hoher Vogelsberg". Das ist ein idealer Ort, um fernab der stressgeplagten und reizüberfluteten Alltagswelt Ruhe und therapeutische Begleitung finden, um sich zu orientieren und neu auszurichten. Spaziergänge in den umliegenden Wäldern und die gesunde Luft tragen von jeher zur Regeneration und Gesundung bei. Künftig soll das Waldgebiet in unmittelbarer Klinikumgebung verstärkt therapeutisch genutzt werden, wenn in Kooperation mit der Gemeinde Grebenhain dort ein "Heilwald" entsteht. Konzepte und Pläne sind erstellt - die Umsetzung hat sich coronabedingt etwas verzögert.

Während der Klinikleiter Hans-Heinrich von Schönfels selbst zu den Mitarbeitern der ersten Stunde gehört und seit nun mehr zehn Jahren die Leitung der Vogelsbergklinik innehat, herrscht im ärztlichen Bereich Bewegung: Neu strukturiert hat sich im Jubiläumsjahr die medizinische Leitung der Vogelsbergklinik. Nach dem Ausscheiden der Chefärztin Maryam Rückert übernahm Nicole Wagner, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie / Sozialmedizin am 1. Juli 2020 die Position als Chefärztin der Klinik. Die ärztliche Verantwortung für den Bereich Akutpsychosomatik hat seit 1. Oktober Nicola Hennicke, Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, übernommen. Gemeinsam haben sich die beiden vorgenommen, die Klinik mit höchstmöglicher Behandlungsqualität, orientiert am Wohl der Rehabilitanden und Patienten und mit dem Ziel einer hohen Mitarbeiterzufriedenheit in die Zukunft zu führen.

Therapie im Zeichen der Corona-Pandemie

Maßnahmen zum Schutz vor einer Ausbreitung der Corona-Infektionen sind für jedes Unternehmen relevant, aber für Einrichtungen des Gesundheitsbereichs mit einem großen Einzugsgebiet ist die Pandemie eine ganz besondere Herausforderung. So wurden in der Vogelsbergklinik schon frühzeitig sehr hohe Sicherheitsmaßnahmen eingeführt und ständig angepasst. Bedingt durch den Lockdown mit Aufnahmestopp musste die Belegungszahl zwischenzeitlich drastisch heruntergefahren und für die Mitarbeiterschaft Kurzarbeit beantragt werden. Inzwischen hat sich wieder ein - von der Belegung her reduzierter - Normalbetrieb mit strengen Hygienemaßnahmen und strukturiertem Screening von Patienten und Mitarbeitern eingependelt. Und natürlich hofft man auch in der Vogelsbergklinik, weiterhin gut durch diese Zeit zu kommen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare