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Schwarze Gestalt öffnet Geizhals die Augen

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Von: Eckhard Kömpf

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Gemünden-Nieder-Gemünden (ek). Das Krippenspiel in der evangelischen Kirche an Heiligabend gehört seit vielen Jahren zu einer festen Tradition. Genauso ist es Tradition, moderne Stücke aufzuführen.

Gemünden-Nieder-Gemünden (ek). Das Krippenspiel in der evangelischen Kirche an Heiligabend gehört seit vielen Jahren zu einer festen Tradition. Genauso ist es Tradition, moderne Stücke aufzuführen.

In diesem Jahr lag dem Krippenspiel die Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens zugrunde, die von den Mitgliedern des Organisationsteams auf die örtlichen Verhältnisse umgeschrieben worden war.

Inhaltlich ging es um Paul Schubert, verheiratet und Vater eines fast erwachsenen Sohnes. Schubert ist erfolgreicher Geschäftsmann und gilt als sehr sparsam. Nach seiner Meinung wird man nicht reich, indem man Geld verdient, sondern indem man es behält.

Diesen Geiz bekommen neben Frau und Sohn auch Kinder zu spüren, die für notleidende Kinder in aller Welt sammeln. Aber auch der Kirchendiener, der um einen Zuschuss für die Proben zum Krippenspiel bittet, wird von Schubert hart abgewiesen.

Die Wende im Spiel bringt der Vater von Schubert, den dieser vor Jahren in ein billiges Altersheim abgeschoben hatte. Er überbringt eine Warnung für seinen Sohn, wonach ihm drei Geister erscheinen und ihm seine Fehler aufzeigen werden. Der Geist der vergangenen Weihnacht – ein Engel. Der Geist der gegenwärtigen Weihnacht – der Nikolaus – und der Geist der zukünftigen Weihnacht – eine schwarze Gestalt, sind in der Folge in verschiedenen Szenen zu sehen. Erst der dritte und letzte Geist kann am Ende Paul Schubert die Augen so weit öffnen, dass er zur Einsicht kommt und vieles, was im Argen lag, ändert.

Für die eindrucksvollen Szenen mit den Geistern hatte man im Vorfeld an diversen Orten zu unterschiedlichen Tageszeiten ein Dutzend Filmaufnahmen gedreht.

Diese wurden bei den jeweiligen Spielszenen als Videosequenz eingeblendet und verliehen so dem Spiel seinen besonderen Charakter. An dem Stück waren neben dem Organisationsteam 20 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen drei und 20 Jahren beteiligt. Lang anhaltender Applaus in der Kirche unterstrich am Ende dieses besondere Angebot, zu dem sich wieder viele Besucher eingefunden hatten, die den Akteuren viel Lob zollten.

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