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Pianist Slawomir Saranok war am Sonntag in Melchiorsgrund zu erleben.

Eleganz und Esprit

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Schwalmtal (pm). Der Pianist Slawomir Saranok, der am vergangenen Sonntag in Melchiorsgrund zu Gast war, lässt sich nicht in eine musikalische Schublade einordnen. Er ist Solist, Kammermusiker und Komponist. "Dies sind die drei Säulen, auf denen mein musikalisches Leben basiert", sagte er jüngst in einem Interview.

Er ist regelmäßiger Gast bei internationalen Festivals, so unter anderem beim MinskMusikfestival, beim Frühlingsfestival in Petersburg oder beim Gulaniy-Musikfestival in China. Sein diesjähriges Programm bei "Weltklassik am Klavier" war die h-Moll-Sonate von Chopin und eine Wette aus Wien. Letztere hat den Hintergrund einer Wette des österreichischen Kaisers mit einer russischen Großfürstin in Wien. Clementi und Mozart spielten um die Wette - Mozart, auf den der Kaiser gesetzt hatte, gewann.

Zwei Sonaten voller Eleganz, Esprit und genialen Einfällen der beiden Komponisten stellten den Auftakt des begeisternden Abends und endeten jeweils mit einem virtuosen Finale.

Den besonderen Leckerbissen stellte zum Abschluss der ersten Hälfte eine eigene Komposition des Pianisten und Komponisten Slawomir Saranok dar. Die "Metamorphosen Nr. 4" zauberten die bis dahin ungeahnte Klangvielfalt des historischen Blüthner Flügels hervor, der vor Freude zu singen schien.

Der zweite Teil des Abends war der Musik von Chopin gewidmet. Der Komponist selbst nannte seine h-Moll-Sonate "Konzert für Klavier ohne Orchester". Der Pianist bewies, dass auch diese Sonate in einer virtuosen und teils atemberaubenden Art spielbar ist - wie man es ja ohnehin von den berühmten Etüden Chopins kennt. Wie zur Bestätigung bildete die F-Moll-Etüde die fulminante Zugabe und Abrundung des Abends.

Die nächste Gelegenheit eines Konzertes in der hochkarätigen Konzertreihe "Weltklassik in Melchiorsgrund" bietet sich am Sonntag, 10. November, Infos gibt es unter www.weltklassik.de.

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